Leseproben und Projektbeschriebe

Cinque Terre – ADAC – Adressen und Geheimtipps für die Cinque Terre

(Stand: Sommer 2005. Aktalisierte Tipps siehe www.myliguria.com) Fotos: Raffaele Celentano, www.laif.de) Die Cinque Terre (Stand: Sommer 2005. Aktalisierte Tipps siehe www.myliguria.com) Fotos: Raffaele Celentano, www.laif.de) Die Cinque Terre Eine spe …

März 2010  |   22 Minuten

(Stand: Sommer 2005. Aktalisierte Tipps siehe www.myliguria.com)

Fotos: Raffaele Celentano, www.laif.de)

Die Cinque Terre

(Stand: Sommer 2005. Aktalisierte Tipps siehe www.myliguria.com)

Fotos: Raffaele Celentano, www.laif.de)

Die Cinque Terre

Eine spektakuläre Steilküste, dazu ein von Mensch geschaffenes Wunderwerk aus terrassierten, über Jahrhunderte hinweg geschaffenen Kulturlandschaften, fünf anmutige Dörfer, ein National- und Meerespark – und das alles eng zusammengewachsen auf nur 15 Kilometern Küste: Das sind die Cinque Terre in Ligurien, ein landschaftlicher Hochgenuss. 1987 hat die UNESCO die «Fünf-Länder-Küste» zum Weltkulturerbe ernannt. Seither haben sich diese einst ärmlichen, isolierten Bauern- und Fischerdörfer im Süden der Riviera Levante zu touristischen Topstars gemausert. Doch keine Sorge: Sie konnten sich trotz ihres Ruhmes einen urtümlichen Charme bewahren. Diese fünf Ortsnamen sollte man sich also merken: Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Am besten man nimmt sich eine Unterkunft in Levanto, dem «Tor zu den Cinque Terre», und knüpft sich von dort aus die fünf Orte vor. Nicht vergessen: Die Dörfer und Landschaften des weniger berühmten Hinterlandes sind mindestens so schön.
  • Monterosso: Hauptort der Cinque Terre mit der größten touristischen Infrastruktur. Hier kann man auch mal hundert Meter spazieren ohne steilste Abhänge bezwingen zu müssen. Der einzige Ort der Cinque Terre mit einem  Sandstrand. An den Hängen prangen zahlreiche elegante Villen, die man gerne besäße. Überhaupt wäre man hier gerne reich. Im Gegensatz zu den anderen Orten geht es in Monterosso nicht nur ums Wandern, sondern auch um La Dolce Vita.
  • Vernazza: Kein Reisemagazin, das Vernazza mit seinen verwinkelten Gassen, verzierten Torbögen und Balkonen nicht schon auf der Titelseite gezeigt hätte. Man muss das putzig-pittoreske Vorzeigedorf mit seiner idyllischen Hafenpiazza gesehen haben. Es gilt zu Recht als der schönste Ort der Cinque Terre. Wenn man Glück hat, entdeckt man außerhalb der Besucherscharen auch mal einen Einheimischen. 
  • Corniglia: Liegt 360 steile Treppenstufen über dem Meer – das reicht, um viele Tagestouristen vor einem Aufstieg abzuschrecken. Deshalb ist Corniglia stiller und bescheidener als die anderen vier Orte. Ein charmantes, rustikales Dorf, das mehr von der Landwirtschaft als vom Fischfang geprägt ist. Vor den schwindelerregenden Aussichtsterrassen segeln die Möwen durch die Luft – wenn man es ihnen doch gleich tun könnte!
  • Manarola: Kompaktes Gesamtkunstwerk von eng ineinander verschachtelten Häusern auf einem schroffen Felsvorsprung. Gemütlicher als sein Nachbarort Riomagiore. Hier spielen die Kinder auf einem der schönst gelegenen Spielplätze der Welt – über der Steilküste, mit spektakulärem Blick auf das Meer und die terrassierten Weinberge. Gleich daneben liegen die Verstorbenen auf dem ebenso toll positionierten Friedhof.
  • Riomaggiore: Der einstige Fischerort ist an die tausend Jahre alt, verwinkelt und steil, mit Mini-Strand, -Hafen und -Piazza. Ist mindestens so typisch wie Manarola mit denselben bunten, turmhohen Fassaden, die spektakulär über dem Meer kleben. Auf der breiten Hauptgasse herrscht reges Treiben, in den engen, mittelalterlichen Nebengassen und Gebäuden bekommt man indes Platzangst – dafür genießt man die große Weite etwas außerhalb des Ortes beim Vogel- und Naturbeobachtungscenter «Torre Guardiola».

Rating Cinque Terre
Natur/Wandern: *****
Erholung: ****
Essen/Trinken: ****
Familien: ***
Preis/Leistung: **
Kunst/Kultur: *
Nightlife: *
Naturliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Leider gilt auch in den Cinque Terre die Rechnung: Grosse Nachfrage + kleines Angebot = hohe Preise.

Anreise
  • Im Auto: Autobahn A 12, Genua – Livorno, Ausfahrt Carrodano/Levanto. Danach weiter Richtung Monterosso/La Spezia. Man erreicht Levanto und die Cinque Terre auch über die Küstenstrasse SS370 von La Spezia aus (36km). 
  • Mit der Bahn: Direktzug nach Levanto ab Zürich: 8 Stunden, Schlafwagen ab München via Verona: 11 Stunden, ab Wien via Florenz: 14 Stunden. Alle internationalen Züge halten in Levanto. Von dort aus gibt es zahlreiche Verbindungen in die Cinque-Terre-Dörfer.
  • Per Flug: Die nächstliegenden Flughäfen liegen in Genua und Pisa (ca. 100 km). Man kann auch über Mailand oder Florenz anfliegen. Weiterreise per Bahn oder Mietauto.

Autoverbot in den Cinque Terre
Wer in den Cinque Terre Auto fahren will, ist selber schuld: Er wird sich bloß ärgern und hohe Parkgebühren bezahlen. Die Zufahrtsstrassen sind eng und kurvig, das Parkplatzangebot unzureichend. Während die Bahn die fünf Dörfer innerhalb weniger Minuten durch Tunnels erreicht, kurvt man mit dem Auto stundenlang über die Berge. Zudem: Die Dorfkerne der Cinque Terre sind alle strikt autofrei. Die italienische Bahn bietet spezielle Cinque-Terre-Tageskarten an. Im Preis inbegriffen sind unlimitierte Bahn- und Busfahrten, Wanderkarten, Fahrpläne sowie alle Gebühren für die z.T. kostenpflichtigen Wanderwege (Via dell’Amore kostet ansonsten 3 €), das Naturbeobachtungscenter etc. Ebenso gibt es Tageskarten, die auch unlimitierte Bootsfahrten mit einschließen. Verlangen Sie am Bahnschalter die «Carta Cinque Terre» für 1, 3 oder 7 Tage!
Kulinarische Veranstaltungen
Die typischen Gerichte Liguriens sind geprägt vom Fischfang und von einer ehrlichen Bauernküche, die ihre Rezepte mit den zahlreichen Kräutern der Gegend verfeinert (Weltberühmt ist beispielsweise das «Pesto genovese», wofür nur lokaler Basilikum verwendet wird). Seit einigen Jahren werden in und um Levanto sehr beliebte, enogastronomische Wanderungen veranstaltet, die den Teilnehmern einen genussvollen Einblick in die lokale Küche vermitteln: An diesen sogenannten «Mangialunghe» wandert man im ligurischen Hinterland von Ort zu Ort und degustiert in jedem Dorf Weine und Delikatessen – von den Vorspeisen über die Hauptspeise bis hin zum Kaffee, Dessert und Grappa. Die Mangialunga wird jeweils im Mai und September durchgeführt. Ebenso empfehlenswert: Die enogastronomische Veranstaltung «de Gustibus», die durch die Altstadt von Levanto führt und jeweils im Oktober statt findet. Die Teilnehmerzahlen sind beschränkt. Deshalb rechtzeitig reservieren bei «Occhio blu» Levanto, Tel. 0187 80 25 62 oder unter ospitalia@libero.it

In den Sommermonaten finden in den Riviera-Orten und in den Cinque-Terre zudem zahlreiche Food-Festivals statt, die sogenannten «Sagre», wie etwa die berühmte Fisch-Sagra in Camogli (Fotos von Raffaele Celentano vorhanden) oder das Zitronen-Festival in Monterosso. Das bedeutet jeweils: Kulinarischer Genuss kombiniert mit Kirmes-Stimmung.


Bücher
  • ·Herausragender Reiseführer, ehrliche Beurteilungen, kompetente Texte: «Cinque Terre, ligurische Küste» von Christoph Hennig, Oase Verlag Badenweiler, ISBN 3-88922-062-2
  • Guter Standard-Reiseführer, viele Adressen: «Italienische Riviera, Cinque Terre» von Michael Machatschek, Michael Müller Verlag Erlangen, ISBN 3-923278-47-0
  • Stimmungsvoller Roman über Genuas Hafenleben Anfangs des 20. Jahrhunderts. Reichhaltige Sprache, spannende Erzählweise: «Königin ohne Schmuck» von Maurizio Maggiani, Droemer/Knaur Verlag, ISBN: 342662379X
  • Gut recherchierte Kurzberichte über Besonderheiten der Region: «Gebrauchsanweisungen für Genua und die italienische Riviera» von Dorette Deutsch, Piper Verlag  München, ISBN 3-492-27531-1
  • Weitere lesenswerte Kurzberichte über die Region: «Madonnen blicken über das Meer – ligurische Küstengeheimnisse» von Dorette Deutsch, Picus Verlag Wien, ISBN 3-85452-748-9
    Information
  • Sinnliches, schön illustriertes Koch- und Lesebuch mit ligurischen Rezepten: «La nonna, la cucina, la vita – die wunderbaren Rezepte meiner Grossmutter», Bilder und Texte von Larissa Bertonasco, Gerstenberg Verlag, ISBN 3-8067-2560-8
Touristische Informationen
  • Staatliches italienisches Fremdenverkehrsbüro E.N.I.T.
    Direktion für Deutschland, Österreich und Schweiz 
    Kaiserstraße 65
    D-60329 Frankfurt am Main
    Telefon:
    Allg. Informationen 069 23 74 34
    Verwaltung/Sekretariat 069 25 93 32 
    Presse und Reiseunternehmen 069 25 91 26
    Fax 069 – 232894
    E-Mail: Enit.ffm@t-online.de
    www.enit-italia.de 
    Öffnungszeiten: Mo – Fr 10 – 17 Uhr / Sa geschlossen
  • Tourismusverein APT Cinque Terre, Viale Mazzini, 47, 19100 La Spezia, Tel. 0187 25 43 11, Fax 0187 77 09 08, info@aptcinqueterre.sp.it,www.aptcinqueterre.sp.it
  • Nationalpark Cinque Terre, Parco Nazinale delle Cinque Terre, Via T. Signorini, 118, 19017 Riomaggiore, Tel. 0187 76 00 00 und 0187 92 01 13. Fax 0187 76 00 61 und 01987 92 08 66,parconazinale5terre@libero.itwww.parconazionale5terre.it  
  • Tourismus-Information Levanto, Piazza Mazzini, Tel./Fax 0187 80 81 25
  • Reiseagentur Levantur, Incoming Tour Operator. Infos und Tickets für Ausflüge in Ligurien, Vermittlung von Privatunterkünften, Hotelreservationen. Großer Vorteil: Hier spricht man deutsch. Corso Italia 1/3, 19015 Levanto, Tel. 0187 80 82 23 und 80 80 39, Fax 0187 80 83 31, info@levantur.comwww.levantur.com
Websites
  • Bietet einen guten Überblick über die Gegend, glaubwürdige, auch kritische Beurteilungen, sehr informativ: www.5terre.de
  • Alles über Levanto. Keine schöne, dafür aber eine umfassende Website, nur teilweise in deutsch: www.levanto.com
  • Hilfreiche Tipps und Infos über Levanto, Bonassola und die Cinque Terre. Kostenlose Vermittlung von Zimmervermietung und Ferienwohnungen:www.levanto-cinqueterre.com
  • Offizielle Website des Tourismusvereins Cinque Terre, Golfo di Poeti und La Spezia, sehr ausführlich, etwas langatmig. Beschreibung vieler Wanderwege: www.aptcinqueterre.sp.it

Übernachten generell

Viele Unterkünfte in den Cinque Terre sind überteuert, das Angebot ist wegen Platzmangels beschränkt. Am besten man weicht auf einen der umliegenden Orte aus, zum Beispiel auf Levanto. Dieses Städtchen liegt nur fünf Zugminuten von den Cinque Terre entfernt, grenzt an den Cinque-Terre-Nationalpark und bietet eine gute touristische Infrastruktur. Egal, in welchem Ort Sie logieren – ziehen Sie die Bed & Breakfasts den Hotels vor! Denn viele B&Bs bieten mehr fürs Geld, sind persönlicher geführt und weisen einen mindestens so guten Zimmerstandart auf wie die Hotels. Übrigens: Unterkünfte mit Swimmingpools findet man – außer in Levanto – an der Steilküste nicht. Grosse Clubhotels schon gar nicht. In den Cinque Terre selbst gibt es auch keine Camping-Plätze. Levanto hat indes schöne Campings zu bieten. Achtung bei telefonischen Reservationen: Wählen Sie die Ländervorwahl 0039 und dann immer auch die Null der regionalen Vorwahl 0187.
Übernachten in Levanto
  • Bed & Breakfast La Dolce Vita Liebevoll geführtes B&B mit vier stilvollen, romantischen Zimmern. Außergewöhnlich leckeres Frühstück mit hausgemachtem Gebäck und perfektem Capuccino. Das Haus liegt zentral in der Altstadt, an einem sehr ruhigen Platz, nur zwei Minuten vom Strand entfernt. Unser Favorit in Levanto. DZ 80 – 86 € mit Frühstück
    Piazza Massola, 2
    19015 Levanto 
    Tel. 0187 80 20 31
    info@dolcevita-levanto.com 
    www.dolcevita-levanto.com
  • Agriturismo Villanova: Natur pur, ein Landgut mit traumhafter Villa und eigener Hauskapelle aus dem 17. Jahrhundert, noble, charakteristische Zimmer und Apartments: Villanova ist ein absoluter Traum, liegt mitten im Grünen 5 Autominuten außerhalb Levantos und sei Verliebten, Naturliebhabern und Stillesuchenden wärmstens empfohlen. DZ 80 – 135 € mit Bio-Frühstück.
    Loc. Villanova
    19015 Levanto
    Tel. 0187 80 25 17
    Fax 0187 80 35 19
    massola@iol.it
    www.agrivillanova.com
  • Hotel Garden**: Neues, einfaches Hotel mit 14 hübschen Zimmern und einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis. Liegt mitten in Levanto, zwanzig Meter vom Meer entfernt. Die Zimmer zum Garten sind ruhiger als jene zur Strasse. Gratis-Internetbenutzung und -Privatparkplatz. DZ 75 – 98 € mit Frühstück.
    Corso Italia 6
    19015 Levanto
    Tel. 0187 80 81 73
    Fax 0187 80 36 52 
    info@nuovogarden.com
    www.nuovogarden.com
  • Villa Clelia Bed & Breakfast: Sympathische Villa mit schönen, schattigen Sitzplätzen im Innenhof. Ideal für Familien, nur 200 Meter vom Meer entfernt, mitten in der Altstadt. Vermietet auch Zimmer mit Kochnischen und eine kleine, neu renovierte Mansardenwohnung. Einige Zimmer bieten ein wenig Meersicht. Privatparkplatz.
    Piazza da Passano 1
    Loggia Medioevale
    19015 Levanto
    Tel./Fax 0187 80 81 95
    DZ 75 – 85 € mit Frühstück
    Keine e-mail-Adresse
    www.levanto.com/villaclelia
  • Hotel Al Terra di Mare****: Neues, stilvolles, großzügiges Hotel etwas außerhalb von Levanto, absolut ruhig an einem Olivenhain gelegen. Mit Meersicht, Swimmingpool und Shuttle-Service. Besonderheit: Grosses Engagement für modernste, ökologische Technik wie z.B. Solarenergie: Lobenswert: zwei schöne Behindertenzimmer. DZ 120 – 150 € mit Frühstück.
    Loc. Gallone
    19015 Levanto
    Tel./Fax 0187 80 76 72
    info@alterradimare.it
    www.alterradimare.it
  • Hotel La Giada del Mesco***: Auf einem Hügel über Levanto gelegen, bietet dieses Hotel einen wunderbaren Blick auf die Küste. Sehr ruhige Zimmer, fast alle mit Balkon und Meersicht, kleiner Pool. Es lohnt sich, auch nur für einen Aperitif zum Sonnenuntergang hier her zu fahren. DZ 130 – 160 € mit Frühstück.
    Loc. Mesco
    19015 Levanto
    Tel. 0187 80 26 74
    Fax 0187 80 26 73
    lagiadelmesco@libero.it
    www.lagiadadelmesco.it
  • Jugendherberge Ospitalia del Mare: Ehemaliger Konvent, geschmackvoll renoviert, mit großzügigen Zimmern. Sehr zentral, nur 200 Meter vom Meer entfernt. Die private Jugendherberge verlangt keine Herbergenkarte, es gibt kein Alterslimit. Sie liegt ruhig, gegenüber befindet aber eine Bar, deren Gäste im Hochsommer ziemlich laut werden können. Zimmer mit 4, 6 und 8 Betten. Pro Person 25 € ohne Frühstück
    Via S. Nicolò 1
    Tel. 0187 80 25 62
    Fax 0187 80 36 96
    info@hospitaliadelmare.it 
    www.ospitaliadelmare.it
  • Villa Margherita Bed & Breakfast: Meerblick, zentral gelegen, antik eingerichtete, etwas kleine Zimmer, ein gemütlicher Frühstücks-Salon. Zudem ein modern gestyltes Appartment mit eigenem Garten. Privatparkplatz.
    Via Trento e Trieste 31
    Tel./Fax 0187 80 72 12
    DZ 80 – 120 € mit Frühstück
    info@villamargherita.net
    www.villamargherita.net
  • Bed & Breakfast Serafina: Fünf ordentliche, kleine Zimmer, zum Teil mit Kochnische. Freundlicher Familienbetrieb mit schönem, mediterranem Garten. Man erreicht den Strand zu Fuß in 7 Minuten. DZ 60 – 70 € mit Frühstück
    Via Canzio N. 9
    19015 Levanto
    Tel. / Fax 39 0187 800 421
    serfaina.levanto@libero.it 
    www.serafina.it
  • Bed & Breakfast Mare Mesco: Villa Kunterbunt für Blumenkinder und Freaks. Liebevoll eingerichtete Zimmer. Kleinen Terrassen, Gärten, Gemeinschaftsküche. Der freundliche geführte Familienbetrieb liegt mitten in einem Olivenhain, oberhalb von Levanto. Nur mit Auto erreichbar oder in 10 Minuten Fußmarsch. Bahnreisende werden vom Bahnhof abgeholt. DZ 56 € mit Frühstück
    Via Vecchio Mesco, 10
    19015 Levanto
    Tel./Fax 0187 80 81 54
    maremesco@libero.it 
    www.maremesco.it
  • Camping Acqua Dolce: Der schönste Campingplatz in Levanto, inmitten von Olivenhainen, sehr ruhig am Rand der Altstadt gelegen, nur zwei Minuten vom Strand entfernt. Ideal mit Kindern, leider etwas eng. Mit hervorragender Pizzeria, in der man morgens auch frühstücken kann.
    Via Guido Semenza 5
    19015 Levanto
    Tel. 0187 80 84 65
    Geschlossen vom 10. Januar bis Ende Februar. In dieser Zeit Reservationen per Fax oder e-mail.
    Fax 0187 80 73 65
    mail@campingacquadolce.com 
    www.campingacquadolce.com
  • Camping Pian di Picche: Ruhiger, großer Camping im Grünen. Man erreicht den Bahnhof in wenigen Minuten zu Fuß, das Meer in einer Viertelstunde. Saubere sanitäre Anlagen. Deutschsprachiges Management.
    Pian di Picche
    19015 Levanto
    Tel./Fax 0187 80 05 97
    Geschlossen von Oktober bis kurz vor Ostern. In dieser Zeit Reservationen unter Tel. 0187 80 75 72 
    piandipicche@libero.it

Übernachten in den Cinque Terre
  • Relais A Cà du Gigante: Sechs elegante Zimmer in einer stilsicher eingerichteten Pension. Hier wird auch aufs Detail geachtet. Warme Farben, edle Stoffe, traditionelle Materialien modern interpretiert. Hübscher Frühstücksraum. Nur 50 Meter vom Strand entfernt. Dezember bis Februar geschlossen.
    DZ 150 € mit Frühstück 
    Via IV Novembre, 11
    19016 Monterosso al Mare
    Tel. 0187 81 74 01
    Fax 0187 81 73 75
    gigante@ilgigantecinqueterre.it
    www.ilgigantecinqueterre.it
  • Hotel Baia***: Eines der geschmackvolleren Hotels in Monterosso direkt am Strand. Hebt sich wohltuend vom Mainstream ab und strahlt Ruhe aus. Inneneinrichtung mit leicht asiatischem Touch. Gleiche Preise für Zimmer mit oder ohne Meersicht – deshalb frühzeitig buchen. Mit Privatstrand.
    Lungomare Fegina, 88
    19016 Monterrosso al Mare
    Tel. 0187 81 75 12
    Fax: 0187 81 83 22
    DZ 110 – 150 € mit Frühstück
    info@baiahotel.it 
    www.baiahotel.it
  • Hotel Porto Roca****: Wer Lust hat, viel Geld zu bezahlen, damit er sich mit den Schönen und Reichen im selben Hotel tummeln kann, der logiert im Porto Roca. Es ist das einzige Luxushotel in der Cinque Terre, liegt an traumhafter Lage auf einem Felsvorsprung über Monterosso. Indes: Manch Bed & Breakfast bietet ebenso elegante Zimmer und kostet weniger.
    Via Corone, 1
    19016 Monterosso al mare
    Tel. 0187. 81 75 02
    Fax 0187 81 76 92
    DZ 165 (ohne Meerblick) bis 280 € (mit Meersicht) ohne Frühstück. Aufschlag Halbpension:22 €
    portoroca@portoroca.it
    www.portoroca.it
  • Hotel Pasquale***: Freundlicher, direkt am Strand gelegener Familienbetrieb. Die 15 Zimmer bieten eine spektakuläre Sicht auf Monterosso, Meer und Küste. Nachts hört man die Wellen rauschen – leider aber auch die Züge. Gutes, hausgemachtes Frühstück.
    Via Fegina 4
    19016 Monterosso al mare
    Tel. 0187 81 75 50 
    Fax 0187 81 70 56
    DZ 135 – 180 € mit Frühstück
    pasquale@pasini.com 
    www.pasini.com
  • Bed & Breakfast La Toretta: Ein Juwel mit klassischer Cinque-Terre-Sicht: Zimmer, Appartements, kleine Gärten und Sitzplätze bieten einen traumhaften Blick auf die Dächer von Manarola, die Klippen und das Meer. Auf der hübschen Frühstücksterrasse wird Frühstück in Bio-Qualität serviert. Hier kann man im Duft der Jasminblüten und in Stille relaxen.
    DZ 80 – 160 € mit Frühstück
    Tel./Fax 0187 92 03 27
    Piazza della Chiesa
    Vico Volto, 20
    19010 Manarola
    torretta@cdh.it
    www.torrettas.com
  • Jugendherberge Ostello «5 Terre»: Eine echte Muster-Jugendherberge, hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Schöne 4- oder 6-Bettenzimmer, sehr ruhig gelegen. Terrasse mit 5-Stern-Aussicht auf Manarola. Günstiges Bio-Frühstück (3.50 €) und ligurische Spezialitäten zum Abendessen. Die private Jugendherberge verlangt keine Herbergenkarte, es gibt kein Alterslimit. Kreditkarten werden nicht akzeptiert. 1. Dez. bis 15. Feb. geschlossen. Bett 17-22 €.
    Via B. Riccobaldi, 21
    19010 Manarola
    Tel. 0187 92 02 15
    Fax 0187 92 02 18
    Bett 17 – 22 € in 
    ostello@cdh.it
    www.cinqueterre.net/ostello
  • Hotel La Locanda Ca dei Duxi: Schön renovierte Zimmer in einem über 400-jährigen Altstadtpalazzo an der Hauptgasse, nur fünf Minuten von Bahnhof und Strand entfernt. Etwas eng, aber mit Aussicht auf die Kirche oder auf den Hafen von Riomaggiore. Reservieren Sie die höher gelegenen Zimmer mit Balkon!
    Via Colombo, 36
    19017 Riomaggiore
    Tel./Fax 0187 92 00 36
    DZ 80-120 € mit Frühstück
    www.duxi.it
Essen & Trinken in Levanto
  • Pizzeria IGEA: Unser Favorit in Levanto: Sehr nette Bedienung, unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis, leckere Pizza und lokale Spezialitäten, lockere Atmosphäre. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke: ca. 20 €
    c/o Camping Aque Dolce
    Via Semenza 5, Levanto
    Tel. 0187 807 293
  • Ristorante Oasi: Das beste Fischrestaurant in Levanto ist etwas zu teuer und nicht unbedingt schön. Gut ist es dennoch. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke: ca. 50 €
    Piazza Cavour, Levanto
    Tel.  0187 80 08 56
  • Ristorante Scaramouche Cave: Eines der wenigen Restaurants der Region, das auf Fleisch spezialisiert ist. Wunderbare flambierte Gerichte, die der Chef mit Brimborium inszeniert. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke: ca. 45 €
    Via Guani  51
    tel. 0187 80 85 62
  • Pizzeria da Bruna: Hübsches, kleines, sehr zentral gelegenes Lokal mit leckeren, preisgünstigen Pizzen. Pizza ca. 8 – 14 €.
    Piazza Staglieno 42, Levanto
    Tel. 0187 80 77 96
  • Pizzeria La Mela: Riesige Auswahl an preisgünstigen, guten Pizzen, hier gibt’s sogar Nutella-Pizza. Das Lokal liegt am Stadtrand. Pizza ca. 8 – 14 €.
    Loc. Pian di San Rocco
    Tel. 0187 80 14 99 
  • Ristorante da Rino: Ehrliche, solide Küche, lokale Spezialitäten, faire Preise. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke: ca. 25 €
    Via Garibaldi 10, Levanto
    Tel. 328 389 03 50 
  • La Vineria: Grosse Auswahl an Weinen. Hausgemachte Aperitivo-Häppchen. Das sympathische Lokal wird seit Jahren im italienischen «Slow Food»-Führer für seine Kompetenz gelobt.
    Piazza Staglieno, 28, Levanto
  • Bar Levanto: Der beste Capuccino und die besten Panini im Ort, großzügige Aperitif-Häppchen, freundliches Team, Stammcafé vieler Einheimischer.
    Corso Roma, 54, Levanto
  • Barolino: Charakteristische Bar mit vielen Fotos von Levanto in seinen Glanzeiten in den 30er-Jahren. Tag und Nacht gute Stimmung, leckere Aperitifs. Bestellen Sie einen Barolino!
    Corso Italia, 29, Levanto
  • Bar da Brigida: Hübsche Bar unter Schweizer Führung – hier spricht man Deutsch. Gutes Frühstück, angenehme Atmosphäre, deutschsprachige Zeitschriften, gute Musik, schöner Sitzplatz beim Park.
    Piazza Staglieno, 42, Levanto
Essen & Trinken in den Cinque Terre
Manchmal lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen – insbesondere in den Cinque Terre. Hier gibt es zu viele Restaurant, die viel verlangen, aber wenig bieten. Da bezahlt man lieber einige Euro mehr und geht gleich in die besten Lokale, dort stimmt zumindest die Qualität. Wer zwischendurch sparen will, der holt sich am besten eine leckere Focaccia (gesalzenes Hefegebäck), eine Farinata (Kichererbsenfladen) oder ein Panino (belegtes Brötchen) vom Take-away.
  • Ristorante Miky: Die Einheimischen feiern hier ihre besonderen Anlässe, die ausländischen Besucher lernen beste ligurische Küche kennen. Eleganter Familienbetrieb mit innovativen Gerichten. Das Risotto ai frutti di Mare wird im Holzofen mit Brot überbacken und schmeckt phantastisch. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke 50 €.
    Lungomare Fegina, 104
    19016 Monterosso
    Tel./Fax 0187 81 76 08
    www.ristorantemiky.it
  • Ristorante La Posada: Freundlicher Familienbetrieb mit guten Fischgerichten zu ehrlichen Preisen. Bestellen Sie das Antipasto di Mare und danach Pesce misto (sehr große Portionen). Im Garten des Restaurants genießt man eine phantastische Aussicht auf die Küste. Vollständige Mahlzeit 40 €. Die Besitzer vermieten auch schöne Wohnungen in Corniglia (Infos unter Tel. 0187 81 23 84 oder www.cinqueterre-laposada.com
    Via alla Stazione
    19010 Corniglia
    Tel./Fax 0187 82 11 74
  • Cappun Magru: Das eigenwilligste, kreativste Fisch-Restaurant in den Cinque Terre. Der Chefkoch zelebriert echte Slow-Food-Philosophie, indem er ausschließlich frischeste, regionale Produkte verwendet. Er hat ein Flair dafür, ligurische Rezepte, auch alte Klosterrezepte, neu zu interpretieren. Bestellen Sie das einstige, genuesische Armengericht «Cappun Magru»! Getränke 50 – 60 €.
    Via Volastra 19, Groppo (oberhalb Manarola, nur mit Bus oder Auto erreichbar) 
    Tel. 0187 92 05 63 (man spricht deutsch)
  • Ristorante Gambero Rosso: Seit Jahren top. Freundliches Lokal mit herausragender Küche. Allein schon die Fisch-Panzerotti als Vorspeise sind hier einen Besuch wert. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke: 40 €.
    Piazza Marconi, Vernazza
    Tel. 0187 81 22 65
  • Ristorante Marina Piccola: Ganz egal, wie das Essen schmeckt – hier muss man einkehren, weil das Lokal wunderbar an der Mini-Bucht von Manarola gelegen ist. Man hört die Wellen rauschen, die Möwen kreischen und sieht die Fischer auf den Felsen. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke 36 €.
    Via lo Scalo, 16, Manarola, 
    Tel. 0187 92 09 23
10 kulinarische Geheimtipps von der Autorin
  1. Tun Sie, was die Autorin sonntags am liebsten macht: Nach Lavagiorossofahren (10 Autominuten von Levanto entfernt) und bei Nadja währschafte, ligurische Hausfrauenkost genießen: Unmengen von Ravioli, Kaninchen, Wildschwein und Tiramisu zu unglaublich günstigen Preisen. Vollständige Mahlzeit mit Hauswein, Grappa und allem drum und dran: € 15. Antiga Ustaia Zita, Lavagiorosso, Tel. 0187 80 01 58 (Mittwoch geschlossen).
  2. Besuchen Sie das Volkshaus (casa del popolo) des kommunistisch gesinnten Bergdorfes Montaretto und feiern sie dort den 24. April (Italiens Nationalfeiertag), den 1. Mai oder ein anderes Fest. Hier isst und feiert man phantastisch, singt Partisanenlieder und genießt einen spektakulären Blick über die Küste. (Solide Hausfrauenkost gibt’s auch im einzigen Restaurant des Ortes bei Nicora Lorella, Tel. 0187 81 40 06) Anschliessend wandert man in ca. 2 Stunden hinunter nach Framura – eine der absolut schönsten Wanderungen der Gegend, nicht so überlaufen wie die Cinque-Terre-Pfade, dafür mit umso reichhaltigerer Vegetation. 
  3. Fahren Sie mit dem Auto nach Pignone (oberhalb Monterosso) zur «Azienda Agriturismo Cinque Terre». Hier kann man Pferde mieten und in den lieblichen Hügeln ausreiten. Man kann auch günstig essen und übernachten. Tel. 0187 88 80 87.
  4. Angeln Sie sich einige Forellen und lassen Sie sie frisch für sich zubereiten. In Memola bei Beverino (20 Autominuten von Levanto entfernt im Hinterland) liegt das Ausflugsrestaurant «Mulino di Rossi» mit währschafter, günstiger Hausfrauenkost, einem großen Spielplatz und einer Forellenzucht. Tel. 0187.88 30 69.
  5. Besuchen Sie Varese Ligure im landschaftlich wunderschönen Bio-Tal Val di Vara (30 Autominuten von Levanto entfernt). Das mittelalterliche Städtchen ist absolut sehenswert, veranstaltet im Sommer klassische Konzerte. Zudem gibt es hier eine hübsche Pension, in der man traumhaft gute Bio-Fleisch-/Pilzgerichte essen konnte (im Herbst 2006 haben indes die Führung und der Koch des Hauses gewechselt, wir wissen nicht, wie sich die Küche nun präsentiert – Hinweise sind willkommen!): Albergo della Posta, P.V. Emanuele, 16, vollständige Mahlzeit ohne Getränke 30 €. Tel. 0187 842 115.
  6. Gönnen Sie sich einen Shopping-Tag in der eleganten Fußgängerzone vonLa Spezia (nur 15 Zugminuten von Levanto oder den Cinque Terre entfernt). Die Preise hier sind günstiger, die Auswahl viel reichhaltiger als in den Cinque Terre. Besuchen Sie dort auch den sehr großen, sehenswerten Fisch- und Gemüsemarkt oder eines der zahlreichen, guten Museen. Anschliessend essen Sie im traditionellen Ristorante  All’Inferno, an der Via Lorenzo Costa, 3 (liegt direkt neben dem Marktplatz) deftige Pasta, ligurische Suppe, frischen Fisch oder einen Sonntagsbraten. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke € 20. Tel. 0187 29 458.
  7. Der Name spricht für sich: in der Taverna dei Golosi (Taverne der Naschmäuler) im mittelalterlichen Brugnato (30 Autominuten von Levanto im Hinterland) genießt man eine innovative, kreative Küche mit leckeren Gemüseflans, außergewöhnlichen Ravioli, zarten Fleischgerichten. Sehr freundliche Bedienung. Vollständige Mahlzeit ohne Getränke € 45. Via Borgo S. Bernardo, Tel. 0187 89 50 07.
  8. Wandern Sie innerhalb einer Stunde gemütlich von Levanto zum hübschen Badeort Bonassola. Dort essen Sie ein wunderbares Fritto Misto (frittierte Meeresfrüchte) oder eine Spaghetti marinara im Ristorant Degli Aranci, Via G. Daneri, 53, Bonassola, vollständige Mahlzeit ohne Getränke € 22. Tel. 0187 81 36 05. (PS: Man erreicht Bonassola auch bequem innerhalb von 4 Minuten per Bahn ab Levanto).
  9. Fragen Sie in Levanto in der La Vineria an der Piazza Staglieno, woLorenzo Perrone derzeit kocht. Er ist einer der innovativsten Köche der Gegend, flammender Slow-Food-Vertreter und Organisator verschiedener Food-Veranstaltungen. Wo immer der Tausendsassa gerade seine Zelte aufgeschlagen hat: Degustieren Sie seine Gerichte – es lohnt sich.
  10. Wandern oder fahren Sie mit dem Auto nach Bardelone ins Hinterland von Levanto. Streifen Sie durch üppig grünen Kastanienwälder und essen Sie anschließend im Agriturismo «Ca’ Melana», einem der Lieblings-Lokal vieler Einheimischer. Hier gibt’s Spanferkel oder im Herbst Wildschwein. Grosse Portionen, faire Preise, vollständig Mahlzeit ohne Getränk 30 €. Tel. 0187 80 03 44 (nur Sonntags geöffnet, Reservation empfehlenswert)
10 weitere Geheimtipps
  1. Besuchen Sie in Monterosso die etwas versteckt liegende Bar «Ustaìa du Sciensa» (gleich neben der Bar Centrale). Im oberen Stock des hübschen Lokals finden Sie interessante, alte schwarz-weiss-Bilder der Cinque Terre. Bitten Sie den Besitzer, dass er Ihnen seine Video-Dokumentation aus den 30er-Jahren über den Bau der Trockenmauern und Terrassenkulturen abspielt. 
  2. Tuckern Sie gemächlich von Levanto bis Riomaggiore auf der Küstenstrasse Strada Litorenea (Hauptstrasse ab Levanto Richtung La Spezia) Hier genießen Sie von oben zahlreiche 1-A-Ausblicke auf die Terrassenkulturen der Cinque Terre. Zum Schluss gönnen Sie sich ein leckeres Eis in der Bar «Il Sole a 180°», die in Bivio-Riomaggiore einen perfekten Blick über die ganze Küste bietet, Tel. 0187 92 02 01.
  3. Machen Sie eine der schönsten, variantenreichsten Wanderungen der Gegend: Mit dem Zug zum pittoresken Vorzeigeort Camogli fahren (30 Minuten von Levanto entfernt), dort in einer halben Stunde durch Olivenhaine gemächlich nach San Rocco pilgern, traumhafte Aussicht genießen und anschließend den Abstieg zur  Halbinsel Punta Chiappa antreten. Dort liegt eines der romantischsten Hotels der Gegend, das unter deutschem Management steht: das Stella Maris (www.stellamaris.cc, Tel. 0185 770 285). Es ist nur zu Fuss oder per Boot erreichbar. Ab Punta Chiappa nehmen Sie das Linienboot zurück nach Camogli, erleben Sie die spektakulär schöne Einfahrt in den Hafen. 
  4. Genua und nochmals Genua: Die europäische Kulturhauptstadt 2004 liegt nur eine Zug-Stunde von den Cinque Terre entfernt. Sie wäre einen ganzen Urlaub wert – gönnen Sie sich zumindest einen Tag in der größten Altstadt Europas: Traumhafte Palazzi, Kirchen, Museen, tolle Restaurants, Bars, Europas größtes Aquarium und und und…
  5. Verlassen Sie die Touristenpfade und leisten Sie sich eine Kutschenfahrtin den Hügeln der Cinque Terre – es lohnt sich. Man ruckelt in wunderbarer Stille durch Eichen- und Pinienwälder und genießt dabei phantastische Ausblicke auf die Küste. Kutscher und Pferdepfleger sind ausgesprochen freundlich und kinderlieb (Infos Touristoffices, Kosten pro Fahrt 50 – 160 €. Man kann auch Pferde mieten: € 25 – 70) 
  6. Baden Sie am romantischsten Strand der Riviera in Sestri Levante (25 Zug-Minuten von Levanto entfernt): Die bunten Altstadthäuser sind hier direkt auf den weißen Sand an der «Baia del Silenzio» gebaut.
  7. Keine Lust auf teure Badeanstalten und überfüllte Strände? Gehen Sie in Levanto bis ans rechte Ende des erhöht gelegenen Strandparkings, durchqueren Sie durch die ersten zwei Tunnels, die sind düster und stinkig, dahinter aber erwartet Sie ein kleiner, sehr schöner Steinstrand, von Felsen umgeben, mit klarstem Wasser und etwas mehr Ruhe als am populäreren Stadtstrand.
  8. Die echten Geheimtipps der Cinque Terre – touristisch noch völlig unerschlossen – sind die Bauernsiedlungen rund um Schiara. Von dort aus kann man über steile Treppen bis zum Meer hinunter steigen und einsame, winzige Strände entdecken, so z.B. bei Monasteroli.
  9. Lust zum Träumen, Luxusjachten bestaunen und schicken Italienerinnen nachgucken? Fahren Sie an einem Wochenende zum Hafen von Lavagna (20 Zugminuten von Levanto entfernt), setzen Sie sich dort in die Bar La Randa und genießen Sie «sehen und gesehen werden» in bester italienischer Manier.
  10. Besuchen Sie die Cinque Terre im Winter. Spektakulärer als an einem wilden November-Tag kann die Küste gar nicht sein: Das Meer peitscht an die Felsen, der Himmel ist kobaltblau und alle Wanderwege liegen Ihnen einsam zu Füssen.

 
Warum wir ausgewandert sind… Reportage "Zwischen Himmel und Meer", erschienen im ADAC-traveller, Sommer 2005.
Jeden Tag Meersicht, Zitronenbäume im Garten, Sonne auch im Winter: das war unser Traum. Dann fanden wir die Cinque Terre und blieben dort.
Text: Gabriela Bonin
Fotos: Raffaele Celentano
Bruno hebt sein Glas, seine olivgrünen Augen funkeln: «Trink Mädchen, trink! Unser Wein ist schwarz, kräftiger als roter Wein, er macht dir starkes Blut.» Dann lacht er dieses Lachen, das den Tisch erbeben lässt, ein Schallen, das sich nur Freigeister erlauben. In seinem sonnengebräunten Gesicht leuchten kräftige Zähne. 62 Jahre alt ist er, ein Monterossino, in dem noch das Blut eines jungen Herzensbrechers wallt, eines Nonkonformisten. Dass er heute Schuhe und Krawatte trägt, ist eine Ausnahme, normalerweise trifft man ihn barfuss an, im verwaschenen T-Shirt.
Wir feiern Hochzeit in den Cinque Terre. Das bedeutet: Den ganzen Tag gut essen – Antipasti und Meeresfrüchte in allen Varianten – und gut trinken: Wein, den der Vater des Bräutigams nur wenige Schritte von uns entfernt an den Terrassenhängen über Monterosso kultiviert. Und später: Sonnenverwöhnter, honigsüßer, betörender «Sciacchetrà», ein Dessert-Wein, wie ihn auch Bruno keltert und noch einige andere der Hochzeitsgäste.
Sie sind zwar alle nicht mehr als Berufswinzer tätig, bearbeiten aber noch immer ein Stück Weinberg für den Eigengebrauch. Ihre Haupttätigkeit haben sie längst ins lukrativere Tourismus-Geschäft verlegt.Frühmorgens steigt Bruno jeweils die steilen Pfade zu seinen Oliven-, Zitronen- und Weinkulturen hoch, später schuftet er in seinem Strandbad «Stella Marina», das in Monterosso besonders beliebt ist, weil es durch eine Mole geschützt ist und daher zunehmend Sand ansammelt – Strände sind in den Cinque Terre Mangelware. Dieser südlichste Teil Liguriens besteht aus steil ins Meer abfallenden Bergen, aus einer wilden Felsenküste, die den Badefreudigen bloß einige wenige, winzige Buchten vergönnt.
Das Stella Maris mit seiner Wasserrutschbahn gefällt auch unserer Tochter Anaïs. Schon als Krabbelkind liebte sie es, dort im seichten, klaren Wasser zu plantschen. Oder in der ebenso geschützten «Baia del Silenzio» des nahe gelegenen Sestri Levante, ein typischer Riviera-Ort, der auch uns Erwachsene betört: Die Altstadthäuser, die hier direkt auf den Strand gebaut sind, bilden einen Schutzwall der Ruhe, zahlreiche, elegante Palazzi sind mit den typisch ligurischen Trompel’œil-Motiven geschmückt, und die Fischerboote liegen so pittoresk vor den kleinen Strand-Cafés, dass man glauben könnte, die Tourismusbehörden hätten sie so angeordnet.
Es ist das erste italienische Hochzeit, zu dem wir eingeladen sind. Eine Ehre ist das, denke ich, ein Zeichen, dass wir hier heimisch werden. Seit über drei Jahren leben wir in Levanto, dem «Tor zu den Cinque Terre». Die Ligurer sind zurückhaltende Menschen, ähnlich wie ihr Land: etwas rau, unzugänglich. Sie öffnen sich dem Fremden nicht so schnell. Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Cinque Terre isolierte Bauern- und Fischerdörfer. Armut, Mühsal und Abgeschiedenheit prägten die Einheimischen.
Ihre Heimat heißt auf deutsch «fünf Länder» weil dieser Küstenabschnitt fünf Orte umfasst und der italienische Begriff «Land» einst auch für ein Dorf verwendet wurde. Diese «Länder» waren über Jahrhunderte hinweg von einander isoliert, Straßenverbindungen gab es bis vor kurzem keine. In Kontakt mit Ausländern kamen die Einheimischen erst in den 60er-Jahren, als die ersten Wanderfreunde die wilden Pfade entdeckten, welche die Dörfer miteinander verbinden: Sie führen durch mediterrane Macchia und die inzwischen weltberühmten Wein- und Olivenberge, welche die Einheimischen in den vergangenen Jahrhunderten durch Terrassenkulturen zu einem Natur-Kunstwerk umgemodelt haben. Aneinander gereiht würden die Trockenmauern, welche die Terrassen abstützen, eine Länge von 7000 Kilometern erreichen – mehr als die chinesische Mauer.
Nachdem die UNESCO die Cinque Terre 1997 zum Weltkulturerbe ernannt hatte, schwappte die Welt über den kleinen Küstenstreifen. Internetcafés, American Express und Luxusherbergen hielten nun auch hier Einzug. Doch noch immer verlangt die unwegsame Gegend jedem Besucher einiges an Körpereinsatz ab: Die Pfade hier sind schweißtreibend steil, entschädigen einem aber mit dem steten Ausblick auf die Steilküste. Man wandert zwischen Himmel und Meer, und wo immer man von oben auf die Klippen blickt, leuchten unter einem die ockerfarbenen Dörfer über dem endlosen Blau des Ozeans. Wie Schwalbennester kleben sie an den Felsen – die Häuser eng ineinander verschachtelt, ein homogener Organismus im jahrhunderte alten Widerstand gegen Stürme, Erdrutsche und einstige Piratenüberfälle.
Auch wir genießen an diesem Fest den Blick auf Monterosso, das erste der fünf Cinque-Terre-Dörfer.  Die Hochzeitsgesellschaft tummelt sich im Garten einer ehemaligen Einsiedelei mit Hauskappelle. Da der Vater des Bräutigams beim Ausbau des Anwesens mitgearbeitet hat, konnte das Brautpaar die edle Villa für einen Tag mieten – dank Beziehungen öffnen sich in Italien alle Türen. Valeria, die Braut, hat monatelang nach dem perfekten Schauplatz für ihre Hochzeit Ausschau gehalten. Eine Frau wie sie, die Stil und Ästhetik liebt, scheut keine Kosten für ihr großes Fest. Wenn schon feiern, dann richtig! Der teure Euro, die italienische Wirtschaftskrise, der Rückgang der Touristenzahlen: an all das will hier keiner denken. Zumindest nicht heute.
Wir lernten Valeria vor drei Jahren kennen. Es war November, in Ligurien lag Schneematsch. Wir waren mit der vagen Idee unterwegs, in den kommenden Monaten irgendwo in Italien vielleicht ein neues zu Hause zu finden. Eine internationalen Kommission hatte unsere Heimatstadt Zürich gerade mal wieder zur Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität erkoren – bloß entsprach diese Beurteilung nicht unserer eigenen Einschätzung. Zürich ist ein perfekt organisiertes Wirtschafts-, Kultur- und Konsum-Mekka, allerdings fehlte uns dort seit je her die freie Sicht aufs Meer, ein mildes Klima, eine gewisse Nonchalance im menschlichen Umgang. Und seit kurzem auch eine kinderliebende Gesellschaft: Anaïs war gerade ein Jahr alt – würden wir einen Ort finden, der ihr eine unbeschwerte, mediterran geprägte Kindheit ermöglichte?
Eigentlich wollten wir Levanto ohne Halt durchfahren, mussten auf einer Anhöhe aber einige Fotos schießen: Zu schön war der Anblick dieser ocker-, rot- und gelbfarbenen Häuser, die zwischen zwei grünen Hügeln im Tal nah beisammen auf das Meer blickten. Wir bestaunten die mittelalterliche Altstadt, den kleinen Hafen, die Jugendstil-Villen. Wir fühlten: das ist ein Stück heile Welt. Mein Mann arbeitete schon damals als selbständiger Web-Entwickler, ich als freie Journalistin. Beide konnten wir unsere Arbeit ortsunabhängig ausführen. So bezogen wir die erstbeste Ferienwohnung in Levanto, um hier für einige Woche probe zu wohnen und zu arbeiten.
Fehlte bloß noch ein Babysitter. Valeria war genau die richtige. Sie schlürfte mit Anaïs stundenlang fiktiven caffé, lehrte ihr die ersten italienischen Wörter, durchtränkte sie mit dieser Lebenslust, die wir an den Italienern immer schon geliebt hatten. Valeria wurde unsere Freundin, Levanto der Ort unserer Wahl. Wir fanden eine größere Wohnung am Hang. Seither wasche ich abends mit so viel Freude ab, wie wohl keine Hausfrau – bloß weil ich von der Küche aus das Meer und den Sonnenuntergang sehe.
Ich will jetzt nicht erzählen, wie oft ich in den vergangenen Jahren geweint habe, weil mir die Freunde aus Zürich fehlten, weil ich hier in der Ferne interessante Aufträge aus Deutschland und der Schweiz verpasste und weil mir das provinzielle Dasein als ehemalige Vollblutstädterin immer wieder mal zu eng wurde. Ich will mich auch nicht darüber auslassen, wie sehr mich die häufigen Kindergarten- und Bahn-Streiks ärgern, das Warten auf verspätete Züge, die italienischen Bürokraten. Oder wie aufreibend es ist, sich nur unzulänglich in einer Fremdsprache auszudrücken, sich ständig einer anderen Mentalität anzupassen.
Erwähnen muss ich es dennoch, weil sonst alle denken, so ein Leben am Meer, das ist Dolce Vita pur. Nein, das Meer allein macht nicht glücklich. Man trägt seine Macken und Mühen auch in einer neuen Heimat mit sich. Aber es ist tatsächlich ein Privileg, die Mittagspause mit einem Teller reifer Tomaten auf der Sonnenterrasse zu verbringen. Oder mit Mann und Kind unser Freitagabend-Ritual, den «Aperitivo» zu feiern. Das bedeutet: Prosecco und frisch gepressten Orangensaft bestellen, dazu gratis Oliven, Minipizzen, Focaccia-, Pecorino- und Salami-Häppchen naschen. Meine Schweizer Freundinnen beneiden uns, wenn sie hören, dass Anaïs schon als knapp Dreijährige in den staatlichen Ganztageskindergarten von Levanto eintreten durfte. Morgens um acht wird sie vom Schulbus abgeholt, mittags um drei wieder vor unserer Haustüre abgegeben – in der Schweiz träumen die berufstätigen Mütter von einer solch umfassenden Kinderbetreuung. Und Anaïs schwärmt von ihren Lehrerinnen, von der  Lasagne, die in der Schule besser schmecke als zu Hause, ihren drei «Verlobten» und den vielen Freundinnen in ihrer Klasse.
So tun wir im Alltag das, was wir auch in Zürich tun würden: Wir arbeiten. Richtig in Urlaub fahren wir nie. Ist auch nicht nötig, weil jedes Wochenende wie ein Kurzurlaub ist. Dann streifen wir jeweils durch die Wälder des ligurischen Hinterlandes, besuchen beispielsweise Varese Ligure, den ersten Ort Europas, der mit einem Öko-Zertifikat ausgezeichnet wurde: Das Städtchen liegt in einem Tal, das im Mai in hundert verschiedenen Grüntönen leuchtet und ausschließlich biologische Landwirtschaft betreibt. Die Häuser des mittelalterlichen Stadtkernes sind in einem Kreis angelegt – wie ein Schneckenhaus sieht das von oben aus – und auf dessen Piazza werden im Hochsommer klassische Konzerte und Opern aufgeführt. Beinahe archaisch kam es mir vor, als wir dort in der Nähe in einem Provinznest auch mal das jährliche Kastanienfest besuchten: da rösteten die Männer tonnenweise Maroni, die sie in Kupferpfannen an eisernen Ketten über dem Feuer hin und her schwangen. Die Frauen buken in der Glut Kastanienomelettes in kleinen Tontellern. Ohne Kastanien hätten die Einheimischen hier die kargen Zeiten des letzten Jahrhunderts nicht überlebt.
So arm das ligurische Hinterland und die Cinque Terre einst waren, so wohlhabend waren die Küstenstädte dieser Gegend: Genua war zu Columbus Zeiten die reichste, innovativste Stadt der alten Welt. Ich liebe es, dort jeweils einen freien Samstag zu verbringen, mich durch das Gassen-Labyrinth der größten Altstadt Europas treiben zu lassen und die zahlreichen, neu renovierten Paläste, Kirchen und Museen zu bestaunen. Manchmal fahren wir auch nach La Spezia, das nur zwanzig Zugminuten von uns entfernt liegt. Die Hafen- und Provinzhauptstadt mit ihrer eleganten Fußgängerzone ist ein kleines Shoppingparadies mit verführerischen Schuh- und Kleider-Boutiquen und einem brandneuen, architektonisch kühnen Fisch- und Gemüsemarkt.
Nach den Samstagsausflügen tun wir am Sonntag am liebsten nichts, weil dann nämlich ganz Norditalien auf Kaffeefahrt ist. Während unsere italienischen Freunde sonntags immer bei ihren Müttern essen, kehren wir bei unserer «Ersatz»-Mamma ein. Nadia serviert Unmengen von Ravioli an Pilzsoße, zarte Kaninchen nach Hausfrauenart und unser liebstes Tiramisu. Ihr winziges Lokal in Lavagiorosso ist uns inzwischen genauso ein Stück Heimat geworden wie die Spiel- und Grünanlage in Levanto, die für mich der Inbegriff von italienischem Gemeinschaftsleben ist: die Kinder schaukeln, laufen Rollschuh und schlecken Eis; wir Mammas palavern miteinander; die Teenagers schmusen versteckt hinter den Bäumen; die Alten sitzen auf einer Bank im Schatten; und die Männer beobachten das Geschehen von den umliegenden Bars aus. Hier ist Platz für alle – und alle kommen sie hier her.
Im Sommer kommen fünf mal so viele Leute wie im Winter. Levanto zählt im August an die 20'000 Einwohner. Kurz vor Ostern strömen die ersten ausländischen Wandergruppen ins Städtchen, bald danach reisen die Norditaliener an, die hier ihre Sommerhäuser besitzen. Dann holen die Einheimischen tief Luft – von nun an arbeiten sie ohne Pause bis Ende Oktober. Keine Frage, dass Valeria ihre Hochzeit in die kalte Jahreszeit gelegt hat. Sobald es warm wird, müssen wir auf gemütliche Runden mit Valeria, Bruno und den anderen einheimischen Freunden verzichten. Auch die Strände der Cinque Terre, die Wanderpfade, Parkfelder und Bahnsitze, jeder kleinste Schlafraum und Essplatz gehören nun den Touristen.
Wir rücken für eine Weile in die zweite Reihe ab, warten, bis das touristische Freilichtmuseum Cinque Terre mit den ersten Novemberstürmen wieder zu dem wird, was es eigentlich ist: ein beeindruckendes, stilles Naturspektakel, dessen einsame Wildheit durch unvorstellbar mühseliges Menschenwerk veredelt wurde.

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