Leseproben und Projektbeschriebe

«Adrian liebt gekochte Hühnerfüsse»

Die Brüder Adrian (11) und Julian (10) geniessen in Hongkong das Essen und treiben viel Sport. In der Schweiz mögen sie Käsegerichte und Skifahren.

Migros-Magazin 27.8.2018  |  August 2018  |   1 Minute

Ausgewandert von Bern nach China: Der elfjährige Adrian und sein zehnjähriger Bruder Julian leben in Hongkong und reisen in den Ferien regelmässig in die Schweiz. Ihr Vater ist vor 18 Jahren von Bern nach Hongkong ausgewandert und hat eine Chinesin geheiratet. Er besitzt und führt eine kleine Handelsagentur. Julians und Adrians Mutter ist Vorsteherin einer Berufsschule, die Hotelpersonal, Köche und Kellner ausbildet. Als die Jungs sie einmal besuchten, bekamen sie heisse Schokolade mit einem speziellen Topping serviert: Auf dem Schaum waren mit essbarer Tinte Fotos von ihnen aufgesprüht.

Hongkong ist eine Weltstadt mit über sieben Millionen Einwohnern. Zum Vergleich: Die Schweiz hat etwa acht Millionen. Weil es in Hongkong wenig Platz gibt, baut man dort viele Hochhäuser. So leben in der Metropole auf einem Quadratkilometer über 6400 Menschen. Das sind mehr als 30 Mal so viele wie in der Schweiz.

«Wir beide besuchen in Hongkong eine katholische Schule. Adrian lebt im Internat und ist von Montagmorgen bis Freitagabend dort. Er kann oft spielen, Sport treiben sowie Saxofon und Ukulele üben. Am Morgen machen alle Schüler vor dem Unterricht ­Turnübungen und beten. Mit Julians Schulkollegen sind wir kürzlich mit dem Boot zu einem Strand zum Angeln gefahren. Das hat Spass gemacht!

In Hongkong gibt es eine Riesenauswahl an feinem Essen. Adrian liebt gekochte Hühnerfüsse mit Sauce, Julian BBQ-Buns – weisse, gefüllte Teigbrötchen. In der Schweiz essen wir gern Lasagne, Raclette, Fondue – und alles, was unsere Tante Ursula für uns kocht.

Julian spielt Fussball, Basketball und Badminton. Und da wir am Meer leben, können wir auch segeln, baden und bodysurfen. Adrian tüftelt oft an Lego-Konstruktionen herum. In der Schweiz fährt er auch gern Ski. Übrigens verstehen wir Berndeutsch recht gut, sprechen es aber nicht. Dafür beherrschen wir Kantonesisch, Mandarin und Englisch.»

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