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Sprachen, die Eintritt-Tickets fürs Global Village

Fremdsprachenkenntnisse sind ein Plus für die Karriere. Am besten man optimiert sein Business English während eines Arbeitseinsatzes im Ausland – und kümmert sich zudem um das Erlernen weiterer Sprachen.

Für das Sonderheft "Karriere" des Schweizer Wirtschaftsmagazines Bilanz, 2002

Als der Zürcher Software-Hersteller N. vor über zehn Jahren beschloss, in St. Petersburg eine Tochtergesellschaft zu gründen, benötigte das Management einen Spezialisten, der das russische Personal rekrutieren konnte – am besten in dessen Muttersprache. Man entschied sich für Kap-Keun Song, einen in Zürich wohnhaften, koreanischen Pädagogen und Wissensmanager. Song sprach zwar kein russisch – dafür aber über 10 andere Sprachen, mitunter ein makelloses Deutsch und Englisch sowie ein passables Französisch. Song ist heute überzeugt, dass er diese Stelle damals nur dank seiner Sprachkenntnisse erhalten hatte: „Man traute mir zu, dass ich in kurzer Zeit russisch lernen würde“. So war Song denn auch innert sechs Monaten in der Lage, seine Einstellungsgespräche in russisch zu führen, was ihm den Zugang zu den Einheimischen enorm erleichtert habe, sagt Song.

Da viele seiner russischen Bewerber auch Englisch oder Französisch sprachen, hatte sich Song mit Ihnen zu Beginn noch in diesen Sprachen unterhalten. Insbesondere Englisch dient in der globalisierten Geschäftswelt als universale Geschäftssprache, es ist – nicht in allen – aber in sehr vielen Branchen weltweit die Lingua franca. Englisch sei in den vergangenen Jahren “bedeutend wichtiger” geworden sagt der Luzerner Headhunter Daniel Zanetti. Heutzutage würden die Arbeitgeber nicht mehr bloss Konversationskenntnisse erwarten, sondern nachweisbare Sprachkompetenz, die man sich in Fortbildungskursen oder noch besser in einem mehrmonatigen Sprachaufenthalt erworben habe. Englischkenntnisse auf dem Niveau eines „Cambridge First Certificate“ seien gemäss Zanetti das Mindesteste, was die Unternehmen von ihren künftigen Kadermitarbeitern erwarten würden. Auf die Frage, welche Anforderungen Arbeitgeber an ihre künftigen Trainees stellen würden, massen in einer Untersuchung des Institutes für Organisation und Personal der Universität Bern (IOP) vor einem Jahr 73,8 Prozent der befragten Firmen den Fremdsprachenkenntnissen grosse Bedeutung zu – diese Kompetenz stand an erster Stelle der Anforderungsprofile.

Grund für die gestiegenen sprachlichen Ansprüche ist die fortschreitende Globalisierung international tätiger Konzerne. Als schweizerische Eigenart dient Englisch hierzulande zudem immer öfter als Brücke zwischen Deutsch- und Westschweizern. Statt im oft unbeliebten Französisch oder Deutsch wird als Kompromiss auf das neutralere Englisch ausgewichen. Im weiteren ermöglichen die bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU seit Juli 2002 den Schweizer Unternehmen, vermehrt hochqualifizierte Kandidaten aus EU- und Efta-Ländern einzustellen. Diese sprechen nebst ihrer Muttersprache meist englisch und erwerben sich ihre Deutschkenntnisse – sofern überhaupt nötig – erst während ihres Schweizer Arbeitseinsatzes.

Im Zuge dieser Internationalisierung führen immer mehr Schweizer Unternehmen Englisch als Firmensprache ein. Beim Telekommunikationsanbieter Sunrise arbeiten beispielsweise 62 verschiedene Nationen, für die laut der Kommunikationsleiterin Monika Walser „ein gemeinsamer Nenner gefunden“ werden musste – seit Juni 2001 ist dies Englisch. Im selben Monat wurde die FIFA Marketing mit Sitz in Zug operativ. Sie führte schon von Anfang an Englisch als offizielle Firmensprache. Gemäss der Human-Resources-Verantwortlichen Heike Reutlinger werden bei der FIFA Marketing bereits bei der Ausschreibung einer Stelle sehr gute Englischkenntnisse verlangt und diese dann auch während des Einstellungsgesprächs getestet. In der Marketingabteilung des stark international tätigen Fussballverbandes erwarte man Kenntnisse auf „Advanced“-Niveau, so Reutlinger. Auch bei der Swiss Re mit ihren weltweit über 8000 Mitarbeitern aus 75 verschiedenen Ländern gibt man sich seit sieben Jahren anglophon. Die Nachfrage nach firmeninternen Englischweiterbildungskursen ist seither bei den rund 3000 Schweizer Mitarbeiter markant gestiegen, sagt die Ausbildungsverantwortliche Rita Lötscher. Ebenso verzeichnen die privaten Sprachschulen eine „sehr starke Tendenz“ zum Englisch. Beim Schweizer Marktführer Berlitz, der weltweit über 500 Niederlassungen betreibt, liegt der Anteil an Englischkursen in der Schweiz mittlerweile bei vierzig bis fünfzig Prozent – weltweit sogar bei über siebzig Prozent.

Kein Zweifel: Will man sich heutzutage im Global Village bewegen und strebt zudem eine Kaderstelle an, dann baut man sein Sprachenportfolio zunächst auf soliden Englischkenntnissen auf – und setzt zusätzlich auf die Sprachen, die dem angestrebten Tätigkeitsfeld und der betreffenden Branche entsprechen: Wer mit südamerikanischen Reiseveranstaltern zu verhandeln hat, lernt spanisch; wer indische IT-Spezialisten beschäftigen will, übt sich in Hindi; wer eine Beamtenkarriere in Bern anstrebt, setzt auf Französisch und allenfalls Italienisch; und wer einen Führungsposten bei einem Importeur japanischer Elektronik inne hat, der lernt japanisch. Grundsätzlich gilt: Die Sprachkompetenz soll auf die betreffende Branche oder das Wunschunternehmen ausgerichtet sein. Und: Je mehr Sprachen desto grösser wird der Spielraum bei der Stellensuche.

Das kam auch dem koreanischen Wissensmanager Kap-Keun Song in seiner beruflichen Laufbahn immer wieder zu gute. Bevor er sich seiner Arbeit in St. Petersburg gewidmet hatte, war er in Zürich als IT-Berater bei einer koreanischen Bank tätig: Dank seiner guten IT-Kennnsisse sowie Koreanisch als Muttersprache und den hervorragenden Deutsch- und Englischkenntnissen war Song der ideale Kanditat. Dabei zählten nicht allein seine Sprachkenntnisse, sondern auch die interkulturelle Kompetenz, die er mitbrachte. „Jede Sprache ist eine eigene Welt mit eigener Kultur“, sagt Song, „ich lebe in vielen Welten und finde dadurch sofort Zugang zur jeweiligen Kultur“ – eine Fähigkeit, die im Global Village mehr denn je geschätzt wird. Denn heutzutage, so Professor Norbert Thom vom Berner Institut IOP (siehe Kurzinterview), käme es im beruflichen Sprachgebrauch weniger auf die erworbenen Schönheitsnoten in Grammatik an sondern auf eine interkulturelle Sensibilität, hohes Kontextwissen und den richtigen Gebrauch von Fachtermini. In seiner IOP-Trainee-Befragung forderten über die Hälfte (52,4%) der Unternehmen von ihrem Förderungsnachwuchs denn auch „kulturelle Sensibilität“; ebenso stark erwarteten sie „geographische Mobilität“.

Arbeitgeber und Sprachexperten sind sich daher einig, dass man sich seine Sprachkenntnisse am besten während eines mehrmonatigen Arbeitseinsatzes im Ausland erwirbt und damit gleich mehrere Fliegen mit einem Schlag erwischt: Man lernt neue Kulturen und Arbeitsformen kennen, steigert seine Toleranz, Flexibilität und Durchsetzungskraft, knüpft ein internationales Beziehungsnetz, und lernt die jeweilige Sprache mit ihren lokalen Eigenarten und fachspezifischen Ausdrücken. Zudem ist die Lernmotivation im Ausland höher als daheim in einem Abendkurs. „Es macht Spass und ist eine Chance, nebst der Sprache auch den Lifestyle eines Landes zu erleben“, sagt Headhunter Zanetti, „später, in Verhandlungssituationen, wird dies zu einem grossen Vorteil“.

Philipp Hofstetter macht diese Erfahrung tagtäglich: Als Corporate-Finance-Berater bei PricewaterhouseCoopers PWC in Zürich führt er regelmässig anspruchsvolle Verhandlungen mit amerikanischen Unternehmern – selbstverständlich in englisch, denn auch bei PWC ist Englisch die offizielle Firmensprache. Hofstetter hat nach der Mittelschule ein halbes Jahr in Kanada eine Sprachschule besucht und später als promovierter Ökonom eineinhalb Jahre in den USA gearbeitet. Dort habe er sich die amerikanische Verhandlungs- und Geschäftskultur sowie deren Sprachfinessen verinnerlicht, sagt Hofstetter. Ohne die erworbene Verhandlungssicherheit, so ist er überzeugt, stünde er in seiner Arbeit vor unnötigen Schwierigkeiten und liefe in Gefahr, in heiklen Deals über den Tisch gezogen zu werden.

Es gilt indes zu bedenken, dass nicht alle Branchen im Dauerkontakt mit der englischsprachigen Globalisierungsfront stehen. Wohl sind im internationalen Versicherungs- und Finanzwesen oder in der Aviatik solide Englischkenntnisse unverzichtbar – in vielen Schweizer KMU und beim Bund als Arbeitgeber ist indes auch Französisch von grosser Bedeutung: Bei Berlitz Schweiz, die sich als Sprachschule sehr businessorientiert gibt, verzeichnet man denn auch bei „Kaderleuten auf gehobener Ebene“ nach wie vor ein grosses Interesse an Französischkursen. Die UBS, die allein in der Schweiz 28'000 Mitarbeiter beschäftigt, erachtet man Französisch nach wie vor als eine „selbstverständliche Voraussetzung, insbesondere im Schweizer Geschäft“, sagt Beatrix Rastuttis, verantwortlich für die Rekrutierung von Hochschulabgängern bei UBS, „im Global Business indes kommt man hingegen an Englisch nicht vorbei.“

Aufgrund einer gross angelegten Schweizer Studie über die wirtschaftslinguistischen Aspekte innerbetrieblicher Kommunikation kommt die Zürcher Sprachwissenschaftlerin Ulla Kleinberger Günther in ihrem neuen* Buch „Kommunikation in Betrieben“ denn auch zum Schluss: „Englisch ist wichtig, aber Englisch ist nicht alles“. Es diene wohl als „Sprungbrett“, so Kleinberger, zum Beispiel dann, wenn sich Geschäftsleute unterschiedlicher Sprachherkunft erstmals begegnen und das Gespräch meist in Englisch beginnen. „Finden sie dann aber eine andere gemeinsame Sprache, die sie besser beherrschen, wechseln sie rasch dazu über.“ Letztlich seien Arbeitnehmer im Sprachgebrauch „sehr pragmatisch“, so Kleinberger. Schweizer Unternehmen, die Englisch als offizielle Firmensprache eingeführt haben, hätten denn auch Widerstände bei den Mitarbeitern hervorgerufen, eine laut Kleinberger „gesunde Reaktion auf überspitzte Forderungen“: „Es ist sinnlos, Sitzungen auf englisch abzuhalten, wenn alle Beteiligten deutsch sprechen“. Kleinberger plädiert daher für eine „Vielfalt an Sprachen“.

Kap-Keun Song, der koreanische IT-Spezialist, würde ihr dabei sicherlich zustimmen. Trotz seiner hohen Sprachkompetenz, so erzählt er, habe er auch schon eine Wunschstelle nicht erhalten, da seine Französischkenntnisse dafür nicht ausreichend gewesen seien. Mittlerweile ist Song in der Asylorganisation Zürich für Bildungsprogramme zuständig: Übersetzer stehen ihm bei seiner Arbeit mit Asylbewerbern aller Nationalitäten zur Seite, dennoch, so sagt Song, sei es manchmal ganz praktisch, wenn er in einem Gespräch auch mal direkt in türkisch antworten könne. Zur Not würde er auch einige Brocken in polnisch, spanisch, italienisch, schwedisch, japanisch oder thailändisch verstehen.

* Kleinberger Günther: „Kommunikation in Betrieben. Wirtschaftslinguistische Aspekte innerbetrieblicher Kommunikation.“ Erscheint im September 2003 im Peter Lang Verlag Bern

Kurzinterview:

„Die Schweizer müssen aufpassen, dass sie nicht zurückfallen.“

BWL-Professor Norbert Thom* empfiehlt Berufseinsteigern, sich mutig in das Erlernen von Fremdsprachen hineinzuknien und sich die Sprachkompetenzen unbedingt im Ausland zu erwerben.

Bilanz: Herr Thom, welche Ansprüche stellt die heutige Arbeitswelt an die Fremdsprachenkenntnisse von Berufseinsteigern?

Thom: Heute reicht es nicht mehr aus, dass man einige Sprachkurse absolviert und in einer Fremdsprache ein wenig parlieren kann. Wichtig ist, dass man in einer Sprache komplexe Tatbestände beschreiben kann, und dass man die Fachtermini seines Arbeitsumfeldes beherrscht.

Bilanz: Wie lernt man dies am besten?

Thom: Indem man sich in der Schule und Uni eine gute Basis legt und dann in einer Projektgruppe in London arbeitet. Oder in Madrid oder sonst wo. Hauptsache, man erlernt die Sprache in ihrem kulturellen Umfeld. Reine Wörter zu pauken, ist keine Kunst, das wird heute als selbstverständlich erachtet. Darüber hinaus gilt es, ein hohes Kontextwissen zu erreichen. Noch wichtiger ist, dass sich Berufsleute eine interkulturelle Sensitivität aneignen. Heutzutage muss man die typischen Kommunikationsmuster einer Kultur kennen, die sprachlichen Fettnäpfchen und Eigenarten.

Bilanz: Die jungen Leute sind heute also sehr gefordert.

Thom: Ich sage immer „language is courage“, plädiere für den Mut zum Kommunizieren. Vergessen Sie die Oberlehrer und die Schönheitsnoten in Grammatik! Haben Sie den Mut, in einer Fremdsprache zu reden, auch wenn Sie dabei zunächst Fehler machen. Lernen Sie im weiteren die Fachtermini und gehen Sie ins Ausland. Die Alltagsausdrücke und das kulturelle Verständnis wachsen dort von alleine. Es ist doch auch schön, dass sich das Erlernen einer Sprache nicht aufs Auswendiglernen von Vokabeln reduziert, sondern dass es auch auf ein menschliches Mitkoppeln ankommt.

Bilanz: Gute Französisch- und Englischkenntnisse gelten für Schweizer als Standard. Welche weitere Sprachen empfehlen Sie?

Thom: Spanisch ist stark im Kommen. Umgekehrt ist für viele Ausländer Deutsch im Trend. In den baltischen Staaten lernen die Studenten intensiv Deutsch. Als Hochschullehrer bin ich natürlich hoch erfreut über deren Bildungsstreben. Ich war kürzlich als Gastreferent in Litauen und Ungarn und staunte darüber, wie viele Vorlesungen dort schon in Englisch und Deutsch gehalten werden.

Bilanz: Werden diese hochqualifizierten Europäer zur Konkurrenz für die Schweizer?

Thom: Die Schweizer müssen nicht meinen, sie hätten einen grossen Bildungsvorsprung. Die Konkurrenz aus dem Ausland ist stark. Viele Europäer sprechen hervorragend Englisch, Französisch, Deutsch und natürlich ihre jeweiligen Muttersprachen. Die Kasaken, Litauer, Polen, Tschechen, das sind aufstrebende Nationen, die nichts zu verlieren haben und sich noch nicht wie wir auf dem Wohlstandssockel ausruhen. Die Schweizer müssen aufpassen, dass sie demgegenüber nicht zurückfallen.

* Norbert Thom ist Direktor des Institutes für Organisation und Personal (IOP) in Bern und führt regelmässig Erhebungen über die Ausgestaltung von Trainee-Programmen in Schweizer Unternehmen durch. Sein neues Buch „Hochschulabgänger gewinnen, fördern, erhalten“ erschien im Juli 2003.

 

 

Service: Darauf müssen Sie beim Erlernen einer Sprache achten:

 

Klären Sie vorab Ihre Bedürfnisse ab:

* Warum wollen Sie eine Sprache lernen? Für den Urlaubsgebrauch, für den Beruf oder einfach so zu zum Spass?
* Zu welchem Zweck lernen Sie? Brauchen Sie mündliche, schriftliche und/oder geschäftsspezifische Kenntnisse?
* Wollen Sie anerkannte Diplomabschlüsse erzielen?
* Wie schnell wollen/können Sie lernen? Haben Sie Zeit für einen Auslandaufenthalt oder nur für gelegentliche Abendkurse? Wer nur wenig Zeit für einen Auslandaufenthalt hat, der eignet sich die Basiskenntnisse zu Hause an und baut danach im Ausland mit Intensivschulung auf.
* Wie hoch ist Ihr Budget? Bezahlt Ihr Arbeitgeber einen Teil oder die ganzen Kurskosten?
* Wie gut können Sie sich selbst motivieren? Lernen Sie besser in Gruppen oder zu Hause in einem Fernkurs? Bedenken Sie, dass die Lerneffizienz und Motivation im Ausland am höchsten sind.
* Wollen Sie eine Schule besuchen oder die Sprache allenfalls in einem Auslandpraktika lernen? Mit der Kombination von beidem, erzielen Sie den höchsten Lerneffekt. Zudem werden künftige Arbeitgeber Ihre Auslanderfahrung honorieren.
* Sofern Sie ins Ausland wollen, klären Sie ab, welche Form Ihnen am ehestens zusagt: Auslandstudium, - Praktika, Au-Pair-Aufenthalt, Jugendaustausch etc.? Gute Informationen darüber und diverse informative Gratisbroschüren erhalten Sie beim Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES), Tel. 031 322 42 02, www.swissemigration.ch

 

Bevor Sie sich für eine Sprachschule entscheiden, sollten Sie die folgenden Punkte klären:

 

* Auf welchem Niveau sind ihre bereits vorhandenen Kenntnisse in der Sprache, die Sie lernen wollen? Selbsteinschätzung ist schwierig. Lassen Sie ihre Kenntnisse unbedingt von der Schule testen, damit Sie in eine Klasse eingestuft werden, die Ihrem Können entspricht.
* Wie gross sind die Klassen? Den besten Lerneffekt erzielen Sie in einer Gruppe zwischen 5 bis 8 Schülern.
* Ist Einzelunterricht sinnvoll? In Privatlektionen kann man schnelle Lerneffekte erzielen, sich aber auch überfordern. Das Gelernte geht schneller wieder vergessen. Optimal ist die Kombination von Einzel- und Gruppenunterricht.
* Welche Kompetenzen bringen die Lehrer mit? Optimal sind Sprachlehrer, die in ihrer Muttersprache unterrichten.
* Vergleichen Sie die Kurskosten. Beziehen Sie dabei die Dauer der Lektionen, das Niveau des Lehrpersonals und die Klassengrösse mit ein.
* Sofern Sie sich für eine Sprachschule in der Schweiz interessieren, prüfen Sie bei www.eduqua.ch, ob diese das Qualitätslabel für Weiterbildungsinstitutionen führt.

 

 

Adressenbox: Nützliche Links, Adressen, Bücher:

 

* www.alice.ch: Dachorganisation der Weiterbildungsorganisationen der Schweiz. Gute Linkliste mit Sprachschulvermittlern, Hinweise über Finanzierung von Weiterbildung.
* www.swissemigration.ch: Ausführliche Infos vom Bund über Auslandaufenthalte. Gute Gratisbroschüren und viele Links.
* www.seco-admin.ch: Das Staatssekretariat für Wirtschaft informiert über Erwerbstätigkeit im Ausland (Einreiseformalitäten, Arbeitsmöglichkeiten, Lebensbedingungen)
* www.braintrack.com: Schweizer Datenbank mit Homepage-Adressen von über 4700 Universitäten, Colleges und Hochschulen in aller Welt.
* www.aiesec.ch: Vermittelt Berufspraktika für Studentinnen und Studenten in ca. 80 Länder.
* www.language-learning.net: Auflistung von weltweit über 6500 Sprachschulen
* www.intermundo.ch: Dachverband zur Förderung von Jugendaustausch: Austauschprogramme und Sprachschulen für junge Menschen zwischen 18-30 Jahren
* www.sprachenportfolio.ch: Informationen über den neuen „Sprachenpass“ worin Jugendliche aus Europa ihre Sprachkompetenzen nachweisen.

 

So halten Sie Ihre Sprachkompetenz

 

Wer Krafttraining betreibt und dann damit aufhört, verliert seine mühsam aufgebauten Muskeln – genau verliert man seine Sprachkenntnisse, wenn man sie nicht mehr nutzt. Folgende Tipps helfen Ihnen, Ihre Sprachkompetenz zu halten:

 

* Nutzen Sie Medien in der betreffenden Fremdsprache: Hören Sie Radio, schauen Sie Fernsehen und abonnieren Sie ausländische Zeitungen
* Lesen Sie Bücher, hören Sie Hörspiele
* Besuchen Sie fremdsprachige Theater, verzichten Sie im Kino darauf, die Untertitel zu lesen
* Reisen Sie regelmässig in Länder, in denen Sie ihre Fremdsprache einsetzen können
* Schliessen Sie sich einem Konversationszirkel an (z.B. bei den Berlitz Schulen, die diese Zirkel ihren Schülern gratis anbieten)
* Besuchen Sie Auffrischungs-Sprachkurse
* Schliessen Sie Freundschaften mit Leuten, die Ihre Fremdsprache als Muttersprache reden
* Suchen Sie nach Berufsfeldern, in denen Sie Ihre Sprachen praktizieren können