Reportagen
Wohlbehagen im Überfluss
Indonesien/Bali: Kein Ort auf dieser Welt bietet so viele exotische Wellnesshotels auf einem Fleck wie Bali. Gabriela Bonin hat vor Ort die besten Spas getestet.
Für die deutsche Frauen- und Wellness-Zeitschrift "vital", 2001
Es müssen wohl tausende von Spas sein, die sich auf dieser 5561 Quadratkilometer kleinen Insel in Indonesien aneinander reihen. An jeder Ecke bieten die Einheimischen ihre traditionellen Massagen an. Man hat die Qual der Wahl. Dehalb haben wir für die „vital“-Leserinnen vor Ort die besten Spas besucht und geprüft. Dazu diente als Messlatte meine sieben Monate alte Tochter Anaïs: Würde ich auf dem Massagebett je so wohlig wegdösen wie sie in Mutters Armen? Bekäme ich nach den Peelings so zarte Haut wie die ihres Popos? „We want to pamper you“ – „Wir wollen Sie verhätscheln” ist in Bali auf unzähligen Schildern zu lesen. Na, dann wollen wir mal sehen!
Auf dem Weg zum ersten Spa begegnen wir der Kellnerin Suarni. Vom Rauch der Sandalholzstäbchen eingehüllt wandelt sie mit einem Tablett voller Opfergaben durch den Garten der Hotelanlage. Sie trägt geflochtene, mit Reis und Obst gefüllte Körbchen aus Palmblättern, welche die bösen Geister besänftigen sollen. Jeden Morgen legt Suarni die Gaben in den Haustempel, auf Türschwellen, mitten auf die Fusswege – ein Ritual, wie man es überall in Bali beobachten kann. Die meisten Indonesier sind Moslems, Bali indes bildet die Ausnahme: Hier bekennt sich die Mehrheit der drei Millionen Einheimischen zur Hindu-Dharma-Religion. Vom Hinduismus ist daher die ganze Insel geprägt: 20’000 Tempel stehen hier auf engstem Raum und werden in prachtvollen Zeremonien rege genutzt: Tänze, Musikdarbietungen, Drachenfliegerfestivals und sogar Hahnenkämpfe sollen in Bali immer wieder die Götter erfreuen – und lassen auch die Touristen in andere Sphären abheben.
Während Anaïs in einer Hängematte schlummert, gönne ich mir eine zweistündige, balinesiche-javanesische „Mandi Lulur“-Behandlung. Sie beginnt mit einer Massage: Lange, gefühlsvolle Streichbewegungen lockern die Verspannungen, kreisender Druck an Fingern und Füssen stimuliert die Reflexpunkte. Das Massageöl duftet nach Mangnolien, ich liege unter halbfreiem Himmel, über mir rascheln Palmenblätter und Bourgainvillen, es zwitschern die Tropenvögel, im Hintergrund donnern mächtige Wellen an den Strand – wem geht es wohl besser? Meiner Kleinen in der Hängematte oder mir auf der Massage-Liege?
Die Balinesen verwenden in ihren Behandlungen viele frische Ingredienzen: Avodcados, Honig, Yoghurt und Mandelmilch werden auf die Haut aufgetragen; üppige Blumenbäder mit Frangipanis, Hibiskus, Jasmin, Gardenien, Ylang-Ylang und Magnolien gehören in jeden Spa; hausgemachte Basisöle aus Mandeln, Kokos oder Jojoba und Duftöle mit Nelken, Muskatnuss und Sandalholz sind der Stolz der Massageinstitute. Alles duftet. Alle Bewegungen sind weich. Der Gesundheitsdrink „Jamu“ gehört zu jeder Behandlung. Seit Jahrhunderten werden die Rezepte dafür von Mutter zu Tochter weitergeben. Das Getränk aus Honig, Kräutern, Zitronensaft und Ingwer gilt als Zaubertrank für ewige Gesundheit.
Ich erwache, als mir die Masseurin eine Paste aus Reismehl, Sandalholz und Gewürzen auf den ganzen Körper aufträgt. Beim Webrubbeln der trockenen Past entfernt sie alle alten Hautschuppen und trägt danach kühlenden Yoghurt auf, der die Haut weich machen soll. Krönender Abschluss jeder Mandi-Lulur-Behandlung bildet ein lauwarmes Blütenbad. Mit den Blumen soll symbolisch alles Umglück weggewaschen werden. Anaïs, die mittlerweile aufgewacht ist, darf auch eintauchen und kann ihr Glück kaum fassen: ein übergrosses Plantschbecken, überall bunte Blüten - und eine Mutter, die selten so zart und entspannt war.
Fakten zu Bali:
Beste Reisezeit: Zwischen Juli und September. Dann ist es warm und trocken. Auch die Zwischensaison und die Regenzeit zwischen November und März sind eine Reise wert. Es regnet dann zwar immer wieder mal, aber die Temperaturen fallen kaum je unter 30 Grad. Zudem sind die Preise tiefer und die Touristenorte nicht so überfüllt.
Land und Leute: Bali stand ab dem 11. Jahrhundert immer wieder unter Einfluss und Macht seiner Nachbarinsel Java, geriet 1597 unter holländische Verwaltung wurde 1799 eine Kolonie Hollands. 1949 wurde es unabhängig. Bali gehört heute zu der vom Militär kontrollierten Republik Indonesien und kann - im Gegensatz zu anderen von Bürgerkriegen geschüttelten Gegenden des Landes – relativ gefahrlos bereist werden. Ein Drittel der balinesischen Industrie basiert auf dem Tourismus. Die Insel mit 3 Million Einwohnern beherbergt jährlich 1,3 Millionen Touristen. 95 Prozent der Balinesen sind Hindus. Bali wird aufgrund seiner vielen Tempel und Festivals auch „Insel der Götter“ genannt.
Anreise/Visa: Direktflüge mit Lufthansa von Frankfurt nach Jakarta. Von dort täglich Weiterflüge mit Garuda nach Denpasar/Bali. Besucher aus Deutschland benötigen kein Visa. Ein Pass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist, genügt.
Währung: Indonesische Rupien. Eine Mark entspricht rund 4000 Rupien. Kreditkarten werden in allen grossen Hotels akzeptiert.
Empfehlenswertes Buch: „The Tropical Spa – Asian Secrets of Health, Beauty and Relaxation“, Periplus Editions (HK) Ltd, ISBN 962-593-265-8
Kriterien für die Bewertung der getesteten Hotels und Spas:
*****phantastisch
****gut
***ok
**enttäuschend
*ungenügend
Legian Beach Hotel: Das Familiäre
Angebot: 4-Sterne-Anlage direkt am Strand. 217 Zimmer und Bungalows (davon 5 Behindertenzimmer), zwei Bars, ein Restaurant. Kleiner Spa, Beautysalon, zwei Swimming- und Whirlpools, Mini-Fitnesscenter, Tennis, Squash, Tischtennis, Tauchschule. Strand ist bei Ebbe ideal zum Joggen.
So fühlt man sich: Hier ist Geruhsamkeit angesagt. Obschon das Legian Beach Hotel gleich neben Bali’s quirligster Touristenecke Kuta liegt, verführt die Anlage zum Faulenzen. Während draussen Verkäuferinnen Sarongs und „Kuta-Cowboys“ ihre Körper feilbieten, geniesst man im Inneren der Anlage die Ruhe einer über 25 Jahre alten Gartenanlage und die Intimität der eigenen Bungalow-Veranda. Es gibt hier viele deutsche Gäste im mittleren Alter, und einige Rentner, die als Stammgäste gleich für zwei bis drei Monate ein Bungalow buchen. Auch australische Familien oder junge, japanische Surfer sind anzutreffen. Schon nach ein, zwei Tagen ist man mit dem Personal vertraut, wird immer herzlich begrüsst und rasch bedient - so freundlich und aufmerksam können nur Angestellte sein, die sich selbst auch wohlfühlen. Einige Kellner sprechen deutsch.
Auch im kleinen, bescheidenen Spa wartet eine liebenswürdige Crew. Voranmeldungen sind meist nicht nötig. Man hat die Wahl zwischen Massagen im Aircon gekühlten Raum oder im luftigen Freilichtspa. Zu empfehlen ist der offene Raum. Er ist zwar nicht so elegant wie in einem Luxushotel, aber dennoch liebevoll mit Blumen dekoriert. Die traditionelle „Lulur Body Scrub“-Behandlung fühlt sich hier mindestens so gut an wie in einem teuren Spa und dauert ebenso wunderbare zwei Stunden lang. Kaum ist man wieder draussen und wagt sich an den vor Urlaubern und Verkäufern brodelnden Strand, wird man auch dort mit Massageangeboten überhäuft. Warum nicht? Auch dies kann eine wohltuende Erfahrung sein.
“Vital”-Beurteilung
****Spa: klein, aber fein
**Fitness: Minimalangebot
****Essen: gut, schön dekoriert, leckeres, gesundes Frühstückbuffet
****Hotelanlage: altehrwürdiger Garten, schönes Restaurant
*****Service: aufmerksam, liebenswürdig
****Preise: preiswert. Ganzkörpermassagen ab US$ 20, Doppelzimmer ab US$ 110
****Atmosphäre: entspannt, familiär
grosses Plus: sehr behindertenfreundlich
Kontakt: Legian Beach Hotel, Jl. Melasti, Legian Kelod, Kuta, Denpasar, Bali, 80033, Indonesia. Tel. 0062 361 751 711 oder 755 460, Fax 0062 361 752 651 oder 752 652, e-mail sales@legianbeachbali.com oderreservation@legianbeachbali.com, www.legianbeachbali.com
Grand Mirage und Thalasso-Spa: Die Ich-will-alles-Anlage
Angebot: 5-Sterne-Anlage direkt am Strand. 310 Zimmer und Suiten, 3 Restaurants, 3 Bars. Viele Animationsprogramme für Erwachsene und Kinder. 1 grosser Swimmingpool. Tennis und alle Arten von Wassersport wie Tauchen, Surfen, Jetski, Parasailing etc. Thalasso-Spa mit Unterwassermassagen im Aquamedic-Pool, Sprudelbädern, Beautysalon und Spa-Café.
So fühlt man sich: Tanjung Benoa grenzt an Nusa Dua, der Luxus-Oase von Bali. Hier reihen sich die 5-Sterne-Häuser aneinander, das wahre balinesische Leben ist fern, stattdessen prägen tropische Urlaubskulissen das Bild: Grosse Swimmingpools mit Palmen gesäumt, Souveniershops mit Sarongs und Schnitzereien, Tanzvorstellungen mit feingliedrigen Mädchen. Das Granz Mirage präsentiert sich dementsprechend als eine Anlage, die so viel bietet, dass man sie während des ganzen Urlaubs nie verlassen muss: Amimationsprogramme für die Kinder, Fitnessaktivitäten für die Erwachsenen, Abendvorstellungen für Kulturinteressierte. Vielfältig sind die Wassersportmöglichkeiten - leider ist der ansonsten schöne Strand wegen der Motorbote und Jetskis recht laut. Man hört hier alle Sprachen, russisch, japanisch, englisch – und oft auch deutsch.
Der Spa bietet als einziger in Südostasien die echten, aus Frankreich stammenden Thalasso-Therapien an: Heilendes Meerwasser und gesunde Algenpackungen sind die Spezialität. Alles hat hier einen medizinischen Touch: Der anfängliche Gesundheits-Check mit dem Bestimmen des Behandlungsablaufs, die zahlreichen Therapeutinnen, die einem auf der Tour durch die verschiedenen Behandlungsräume begleiten und das Operationsgrün der Bademäntel. Die Aufwärmrunde startet mit Gymnastikübungen im Aquamedic-Pool. Da lässt man sich im filtriertem und auf Körpertemperatur aufgewärmten Meerwasser von unzähligen Wassermassagedüsen durchkneten und auf einer Whirlpool-Liege lockern. Das anschliessendes Sprudelbad im Algenwasser soll der Verjüngung der Haut dienen. Eine Ganzkörpermassage unter permanenter Meerwasserdusche ist dann zuviel des guten Wassers: Ohne Dusche ist sie angenehmer. Wunderbar dafür der wärmende Abschluss in einer Ganzkörper-Algenpackung. Man schläft dabei wohlig ein und erwacht mit einer weichen, seidenen Haut.
“Vital”-Beurteilung
***Spa: ideal für Meeresanbeterinnen und Wasserratten
****Fitness: alles da inkl. Motosboote und Jetskis
***Essen: durchschnittlich
**Hotelanlage: Klotziges Hauptgebäude, schöner Strand
***Service: korrekt, etwas zu bemüht
**Preise: teuer
***Atmosphäre: quirlig
grosses Plus: einziges Thalasso in Südostasien
Kontakt: Grand Mirage Resort, Nusa Dua, JL Pratama 72-74, Tanjung Benoa, P.O. Box 43, 80363 Nusa Dua, Bali, Indonesia, Tel: 0062 361 771888 Fax: 0062 361 772148, e-mailgmirage@denpasar.wasantara.net.id, http://grandmirage.com, Direktkontakt vom Spa: 0062 361 773883, Fax 0062 361 772247, e-mail:thalasso@denpasar.wasantara.net.id
Nusa Dua Beach Hotel & Spa: Die Luxus-Oase
Angebot: 5-Sterne-Anlage direkt am Strand. 380 Zimmer, Suiten und Villen, 4 Restaurants, 3 Bars.Viele Animationsprogramme für Erwachsene und Kinder. 1 normales Pool, 1 Salzwasserpool, Wassersportangebote wie Tauchen, Jetski oder Parasailing werden an einem 5 Minuten entfernten Strand angeboten. Spa mit Massagenräumen und –villen, Sauna, Jacuzzi, türkisch Bad, Swimmingpool, gesundem Spa-Café und Beautysaloon. Fitnesscenter mit Aerobic-Räumen, Kletterwand, Squash, Fahrradvermietung und Tennisplätzen.
So fühlt man sich: Nusa Dua ist der südlichste Zipfel von Bali, der nur einen Zweck hat: Gäste mit hohen Ansprüchen in luxuriösen Hotels zu verwöhnen. Die Halbinsel ist eine teure Touristen-Enklave mit perfekter Exotik. Hier stimmt alles: Die Gärten sind üppig und gepflegt, die Bauten eine Mischung zwischem balinesischem Top-Design und westlicher Eleganz. Demenstprechen einladend präsentiert sich das Nusa Dua Beach Hotel, das vor 18 Jahren als erstes Resort auf der Halbinsel eröffnet wurde. Allein die Auffahrt zum Gebäude gleicht einem Tempelgarten mit Lotus-Pool, hunderten von Steinstatuen und Springbrunnen, prächtigen Säulen und alten Bäumen. Die Anlage hat als Besonderheit einen künstlichen Salzwasser-Pool mit Sandstrand. Der echte Strand am Meer ist weiss, sauber und angenehm ruhig. Wunderbar ist ein Spaziergarten im 5000 Quadratmeter grossen, romantischen Garten. Kein Wunder verbringen viele Paare im exklusiven „Palace Club“ dieses Hotels ihre Flitterwochen.
Der Spa-Besuch wird vom Moment des Eintretens zu einem sinnlichen Erlebnis: An der Reception erfreuen hunderter, hübsch gestalteter Flakons das Auge, es duftet nach tropischen Blüten und Hölzern. Man ist hier sogleich in Versuchung, für jede Freundin ein Beauty-Souvenier zu kaufen. Der elegante Spa und ein top eingerichtetes Fitnesszenter liegen ideal beeinander – damit man den ganzen Tag seinen Body auf Touren bringen oder verwöhnen lassen kann. Die “Villen” für die Massagen erinnern an Lustpavillions aus “Tausend und einer Nacht”: Unter freiem Himmel lässt man sich auf einem Himmelbett, das in einem kleinen, plätschernden Pool steht, die Füsse massieren. Nach einer entspannenden Ganzkörpermassage und dem erfrischenden, traditionellen „Mandi Lulur“-Peeling duscht man unter einem warmen, künstlichen Wasserfall, legt sich ins Blumenbad und erwartet jeden Moment, dass ein königlicher Bräutigam erscheint. Javanesische Prinzessinnen wurden früher vor den Hochzeitsnächten täglich mit Mandi Lulur behandelt – damit sie vollkommen rein wurden.
“Vital”-Beurteilung
*****Spa: Eleganz und Perfektion vereint
*****Fitness: Topangebot
****Essen: gut, gesunde Spa-Menüs
****Hotelanlage: grosszügige Anlage, schöner Garten
****Service: freundlich
**Preise: teure Drinks und Snacks, Ganzkörpermassage ab US$ 30, Doppelzimmer ab US$150
****Atmosphäre: luxuriös, entspannt
grosses Plus: sehr grosszügiger, umfassender Spa- und Fitnesskomplex
Kontakt: Nusa Dua Beach Hotel, Kawasan Pariwisata, Lot North 4, Nusa Dua, P.O. Box 1028 Denpasar, Bali, Indonesia, Tel: 0062 361 771210, Fax: 0062 361 772617, e-mail sales@nusaduahotel.com,www.nusaduahotel.com
Bali Hyatt: Der Garten Eden
Angebot:. 5-Sterne-Anlage direkt am Strand. 390 Zimmer und Suiten, 5 Restaurants und Cafés, 4 Bars. Viele Animationsprogramme für Erwachsene und Kinder. Zwei Swimmingpools, 1 Jacuzzi, 1 Kaltbad, Tennis, Badmington, Tauchen, Windsurfen, Wassserski. Spa-„Dorf“ mit Massageräumen und –villen, Sauna, Dampfbad, Jacuzzi.
So fühlt man sich: Sanur ist der touristische Mittelweg zwischen dem überlaufenen Kuta und dem teuren Nusa Dua. Auch hier reihen sich die Hotels aneinander, lassen aber den Einheimischen immerhin noch Raum für ihr traditionelles Leben. Das Bali Hyatt war das erste Luxushotel in Sanur. Seit 28 Jahren gedeiht hier ein traumhafter, 150'000 Quadratmeter grosser Garten. Über 600 Spezien gedeihen darin, das Hotel bietet regelmässig geführte Touren durch die Pflanzenwelt. Unter den Gästen finden sich vorallem Schweizer, Japaner und Deutsche. Die Anlage wurde 1994 renoviert, bietet grosszügie Pools und variationenreiche, sehr leckere Restaurants und Abendbuffets. Der deutsche Chefkoch Hubertus Cramer ist ein überzeugter Anhänger der Trennkost, führt die Küchen mit Leidenschaft und schafft es, dass selbst bei grossen Buffets das Gemüse knackig und die Grilladen zart sind. Seine Spa-Menüs sind alle organisch und sobald es die Lieferanten erlauben, sollen alle Menüs auf biologischer Basis sein. Achtung: von diesem edlen Spa kann man süchtig werden! Zu schön sind die Massagen in den Freiluft-Villen und zu liebevoll das Personal, als dass man sich nicht immer wieder zu diesem Verwöhn-Tempel hingezogen fühlt. Der Spa ist im Stil eines traditionellen, balinesichen Dorfes erbaut und von einer dicken Mauer geschützt. Tritt man durch die schwere Holztüre in dieses Reich von platschernden Mini-Pools, lauschigen Villen und lächelnden Therapeutinnen, ist der Rest der Welt nur noch vage Erinnerung. Hier geniesst man das Blumen- oder Milchbad sogar im eigenen Whirlpool. Abends, mit zahlreichen Kerzenlichtern dekoriert, ist der Spa zauberhaft. Alle Behandlungen – sei es die Kopfhaut-, Fussreflexzonen- oder Mandi Lulur-Massagen – waren hier von besonders guter Qualität
“Vital”-Beurteilung
*****Spa: Genuss pur in einem tropischen Traumgarten
****Fitness: alles vom Aqua-Aerobic bis zum „pitch and putt“-Golf
*****Essen: sehr gut, grosse Auswahl, gesunde Spa-Menüs
****Hotelanlage: grosszügig und grün, klotziges Hauptgebäude, kleine Zimmer
****Service: aufmerksam, korrekt
****Preise: gutes Preis-Leistungsverhältnis, Ganzkörpermassagen ab US$ 40, Doppelzimmer ab 200 US$
****Atmosphäre: entspannt
grosses Plus: prächtiger Garten mit 600 verschiedenen Spezies
Kontakt: Bali Hyatt, Jl. Danau Tamblingan, P.O. Box 392, Sanur, Bali, Indonesia, Tel. 0062 361 281234, Fax 0062 361 287693, e-mailinquiries@bali-hyatt.com, www.bali.hyatt.com
Sari Segara Resort & Spa: Das Günstige
Angebot: 3-Sterne-Hotelanlage, die nur durch einen kleine Strasse vom Strand abgetrennt ist. 104 Zimmer, Suiten und Villen, zwei Restaurants, eine Bar. Zwei Swimmingpools. Spa mit Jacuzzi, Sauna, Dampfbad, Schlammbad und Beautysalon.
So fühlt man sich: Bisher beschränkte sich der Tourismus an der Jimbaran Bay vorwiegend auf die kleinen, einheimischen Strandrestaurants, wo man die Sonne im Meer versinken sieht und anschliessend leckere, frische Fischgrilladen geniesst. Doch die Restaurants wurden zu zahlreich, die Konkurrenz zu hart. Nun hat die Lokalregierung beschlossen, Strandkooperativen für grössere Fischrestaurants gründen und ehrgeizige Hotelbauten zu bewilligen – so dass die Bucht wohl bald geordneter und auch touristischer werden dürfte. Das Sari Segara Resor ist eines der ersten grossen Häuser an der Bucht. Es ist erst seit einem Jahr in Betrieb und ist sicherlich ein Hotel mit grossem Potential. Das Hauptgebäude ist im balinesischen Stil erbaut, die Zimmer sind aussergewöhnlich gross und die Pools grosszügig. Auf der Dachterasse befindet sich ein Café, eine Bar und ein Seafood-Restaurant. Von dort aus geniesst man eine traumhafte Aussicht auf die Bucht. DerSpa erwies sich bei unserem Besuch als bescheiden, aber sauber und freundlich. Eine der angestellten Balinesinnen sprach sogar perfekt deutsch. Leider liegt der Spa neben einer Strasse, so dass man während der Massage immer wieder vom Lärm vorbeibrausender Autos gestört wird. Sehr angenehm und professionell fühlte sich die Fussreflexmassage an. Die Ganzkörpermassage war indes durchschnittlich und das anschliessende Blumenbad lau und lieblos. Angenehm entspannend ist eine Ruhepause im geheizten Schlammbad.
“Vital”-Beurteilung
Spa: bescheidener, aber freundlicher Spa
Fitness: kein Angebot
Essen: durchschnittlich
***Hotelanlage: schöne Pools, super Strand
****Service: zuvorkommend
***Preise: günstig im Spa und Hotel, zu teuer im Restaurant, Ganzkörpermassagen ab US$ 18, Doppelzimmer ab US$ Dollar 80,
***Atmosphäre: angenehm ruhig
grosses Plus: noch völlig neu, daher sehr motiviertes Personal
Kontakt: Sari Segara Resort Villas & Spa, Jl. Pantai Kedonganan, Jimbaran Bay, P.O.Box 1074 Tuban, Badung, Bali, 0062 361 703647/8, Fax 0062 361 703330, e-mail s_segara@indo.net.id, info@sarisegara.com,www.sarisegara.com





