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Schweiz Tourismus - Wellnessbeilage in NZZ
Der Hast den Rücken kehren. Die Krawatte lockern. Kittel, Kochschurz und Kostüm abstreifen. In einen flauschigen Bademantel schlüpfen, Augen schliessen, Stille horchen, Wärme tanken, Massagen geniessen... Das ist der Einstieg zur Wellness. Danach wird alles nur noch besser.
Für eine Promo-Beilage von Schweiz Tourismus in der Neuen Zürcher Zeitung, 2009
Seit Ewigkeiten ruhen sie hier. Über 25 Millionen Jahre schon glitzern die Alpen mit ihrem ewigen Schnee der Sonne entgegen. Und jeden Abend dasselbe Spektakel, wenn das Gebirge seinen Feierabend mit einem feurigen Alpenglühen zelebriert: Im Spa des Grand Hotel Kronenhof in Pontresina lässt sich dieses Naturschauspiel auf höchster Luxus-Stufe geniessen: Man räkelt sich auf der Liege im Schwimmbad, hinter einem knistert das Kaminfeuer, davor bietet die Glasfront freien Blick auf Gletscher und Gipfel, auf Urkraft und Unvergänglichkeit. „Es kann gar nicht still und hoch und einsam genug um mich sein, dass ich meine innersten Stimmen vernehmen kann!“, schrieb einst Friedrich Nietzsche von den Alpen. Wie recht er hat! Dunkel stehen die Arven- und Lärchenwälder, erste Sterne leuchten auf und spiegeln sich im Pool.
Man hat vorhin vielleicht ein Dampfbad genommen, sich in der „Relax-Floating“-Grotte im 34 Grad warmen Wasser treiben lassen – samt Unterwassermusik und Projektionen von Wasserwellen. Oder man hat die müden Beine im Kneippfussweg aufgepeppt, sich von Beauty-Profis und Masseuren pampern, pudern oder peelen lassen. Egal. Jetzt liegt man nur da. Sieht, wie sich die Bergriesen zur Ruhe legen. Spürt, wie man selbst in die Beschaulichkeit versinkt. Endlich ausspannen! Nichts mehr denken, nur noch die Zeit vertrödeln, von den Musen träumen und sich auf das Gourmet-Dinner im neubarocken Grand Restaurant freuen. Morgen dann... ja, da kann man dann wieder überlegen, was man zu tun gedenkt: Ob man vielleicht im wildromantischen Roseg Tal wandern möchte oder lieber nach St. Moritz zum Shopping fahren. Oder einfach noch einen weiteren Tag im Spa an sich vorbei ziehen lassen.
Das ist Wellness: Die Freiheit zu tun und lassen, was man will, samt dem Luxus, dass versierte Helfer fürs körperliche und seelische Wohl sorgen. Vom Architekten und der Farbgestalterin über den Yoga-Lehrer bis hin zur Coiffeuse, dem Konditor und dem Zimmermädchen – alle haben sie hier nur das Wohl des Gastes vor Augen. Die Mitarbeiter Kronenhof machen nicht einfach irgendwelche Jobs – sie leben hier ihre Berufung aus.
Kein Wunder, dass das Grand Hotel hoch gelobt wird: 2009 kürte es die SonntagsZeitung in ihrem Hotelrating zu einem der besten Ferien-Hotels. 2008 gewann es die begehrte, internationale „Aphrodite“-Auszeichung für das beste Spa-Gesamtkonzept. Ebenso wurden seine Gastgeber Heinz E. und Jenny Hunkeler in der Bilanz zum „Hoteliers des Jahres“ ernannt; und 2007 erzielte das Kronenstübli 15 Gault-Millau-Punkte.
So viel Luxus mag sich zwar nicht jeder leisten, aber egal – die Schweiz hat nämlich auch jede Menge Gratis-Wellness zu bieten: Man holt sie sich einfach in der Natur. Ziehen Sie doch mal nach einer schweisstreibenden Wanderung die Schuhe aus und lassen Sie die nackten Beine in einen eiskalten Bergsee baumeln – Kneipp lässt grüssen! Oder setzen Sie sich auf eine blühende Wiese und meditieren Sie! Kraftorte und stille Natur finden Sie beispielsweise rund um die Wellness-Destinationen Scuol, Weggis-Vitznau-Rigi oder Bad Zurzach. Erholung findet man auch, wenn man in Ruhe den Blick über ein Nebelmeer gleiten lässt, achtsam auf weichen Waldboden tritt, Mittagsschlaf im Moos hält, sich in der Bergsonne vom Schatz nach dem Snowboarden den Nacken massieren lassen – all das ist eben auch Wellness.
Auch bietet die Schweiz zahlreiche Wellness-Hotels, die selbst ein etwas knapperes Familienbudget nicht aus dem Lot bringen: Eines davon ist das Wellness- und Badehotel Salina Maris in Breiten ob Mörel: Es liegt im sonnigen Oberwallis und bietet eine Wellness-Anlage mit alpinem Sole-Heilbad (33° C), Kur-, Fitness- und Wellness-Zentrum.
Mit einem Augenzwinkern werden die Gäste hier aufgefordert, „Kaaltotsch“ zu spielen. So sagen die Walliser zum „Versteckis-Spiel“ und im Salina Maris bedeutet das, ein Versteck-Wellness-Weekend zu veranstalten. Weder Chef, noch Schwiegermutter werden Sie hier aufspüren: Tauchen Sie einfach ab, verschwinden Sie im Solbad, gehen sie im Nebeldunst des Dampfbades verloren. Keiner wird Sie stören!
Selbst für die Vierbeiner hat das Salina Maris gute Pläne: Pfeifen Sie ihren Rex heran, packen Sie Mauz ins Katzenkörbchen – gleich geht’s los in die Ferien: Das Salina Maris bietet spezielle „Vier-Pfoten-in-den-Alpen“-Tage – schliesslich tut es nicht nur Herrchen gut, sich im nahen Wandergebiet am Lötschberg, Simplon und im Aletschgebiet zu erholen – einen rechten Hund wird diese geballte Natur zu Dauerwedeln und Freudensprünge bewegen.
Auch in der mondänen Ferienregion Gstaad-Saanenland im Berner Oberland können sich Erholungsbedürftige eine Auszeit gönnen: Das Vier-Sterne-Golfhotel Les Hauts de Gstaad & Spa in Saanenmöser hat sowohl für Golfer, Biker als auch für ganze Familien die passenden Verführungen. Hier lockt ein 1000 Quadratmeter grosser Spa nebst Bädern, Sauna und Co. zu traditionellen asiatischen Relax-Behandlungen wie etwa „Java Lulur“, „Bali Boreh“ oder „Thai Berbal Wrap“.
Während diese fernöstlichen Treatments etlichen Wellness-Fan bekannt sein dürften, ist der Samadi-Tank des Golfhotels für viele sicherlich noch eine Neuigkeit. Es ist das einzige Schweizer Hotel, das einen solchen Tank zu bieten hat. Samadi, das bedeutet: Ein Gefühl wie auf Wolken. Schwerelosigkeit! Ihr Körper wird von einer 27-prozentigen Salz-Wasser Lösung getragen. Isoliert von allen Reizeinflüssen geniessen Sie die totale Entspannung und Stille. Die 36 Grad warme Lösung lässt keinen Temperaturunterschied zum Körper fühlen. So schön sorglos und warm muss es im Mutterleib gewesen sein!
Nach solch tiefgreifender Erholung wird man die Kraft des nahe gelegene Naturschutzgebiet am idyllischen Lauenensee bestimmt noch intensiver in sich aufnehmen. Beschaulich ist auch ein Spaziergang durch die Gässchen im historischen Dorfkern von Saanen, wo die Häuser noch alle in der typischen Berner Chalet-Architektur erstellt wurden.
Währen sich auch das Golfhotel Gstaad auf diese rustikale Weise präsentiert, bietet das Waldhaus Flims eine Mischung aus moderner Architektur, ehrwürdiger Grandezza und Eleganz. Dieses 5-Sterne-Grandhotel führt einen der «Leading Spas of the World». Mitten in der Bergwelt von Graubünden bietet es einen aussergewöhnlich schönen 2500 Quadratmeter grossen Spa. Besonders kühn: Hier erhebt sich mitten in der grünen Wiese ein transparenter Glaskubus – darin das Innenpool, davor das Aussenerlebnisbad. Man treibt hier im warmen Wasser von innen nach aussen, blickt dabei auf den Crap Sogn Gion, auf das klassisch-feudale Grandhotel aus der „Belle Epoque“ und die endlose Weite eines Sonnenplateaus hoch über der Rheinschlucht.
Nebenan liegen der Kinderbadeteich und der Bioschwimmteich, wo sich je nach Jahreszeit Libellen und Wasservögel – ein stilles Schauspiel für Naturfreunde. Gereizte Haut kommt hier zur Ruhe, denn das weiche, hautfreundliche Flimser Bergquellwasser ist für die Haut eine Wohltat. Und noch etwas tut nicht nur der Haut, sondern dem ganzen Organismus gut: Ein heisser Besuch in der Erdsauna, die einem mit dem Duft und der Wärme des offenen Feuers erwartet. Im Winter ruft der der Bio-Schwimmteich zur Mutprobe auf: Wer wagt sich ins Eisloch hinein!?
Nun mag man sich fragen, ob es denn noch eine Steigerung von Wohlbefinden gibt, als in einem Wellness-Hotel den Kopf zu leeren und Bauch und Seele zu nähren...? Ja, das gibt es: Man stelle sich vor, dass man darüber hinaus auch noch verliebt sei. In den exklusiven Wellness-Suiten des Waldhauses, können sich Paare ihre ganz privaten Wohlfühlrituale und Spa-Treatments gönnen – ganz für sich allein. Dabei wünschte man ihnen zu all ihrem Glück auch noch dieses: Dass sie sich ein wenig von dieser alpinen Unvergänglichkeit, die sie umgibt, für ihre eigene Verbindung sichern können!





