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Masterfoods - Wirz Corporate - Welt der Katze - Tierhomöopathie
Eine plötzliche Magendarmgrippe, eine Verstauchung oder Augenentzündung: muss man deswegen gleich zum Tierarzt? Nicht unbedingt. Bei vielen Erkrankungen hilft auch die Homöopathie
Für das Magazin Welt der Katze von Masterfood, via Wirz Corporation
Ein falscher Schritt – schon ist’s passiert: Die Katze ist auf eine Biene getreten, miaut gar jämmerlich und windet sich verzweifelt. Der Stich schmerzt durchdringend, die Pfote schwillt im Nu auf doppelte Grösse an. Für einen Homöopathen ist klar, hier hilft das hömöopathische Mittel „Apis“ (Bienengift). Es wirkt gegen stechende Schmerzen und Schwellungen und kann das Leiden der Katze innerhalb von ein, zwei Minuten spürbar lindern.
Denn in der Homöopathie wird „Ähnliches mit Ähnlichem“ behandelt. Deshalb können die Symptome, die Bienengift in reiner Form verursacht, durch homöopathisch aufbereitetes Bienengift auch wieder gelindert werden. Weitere homöopathische Klassiker für den Notfall: das homöopathische Mittel „Arnica“ hilft nach Stürzen, Prellungen und Quetschungen. „Arsenicum album“ heilt, wenn die Katze an Fieber, Durchfall und Erbrechen leidet und daher wohl eine Magendarmgrippe hat.
Das Gute an daran: Homoöpathische Mitteln wirken ohne unerwünschte Nebenwirkungen, bringen den erkrankten Organismus gesamtheitlich wieder in Schwung, weil sie die Selbstheilungskräfte des Patienten anregen. Die Schulmedizin hingegen beseitigt meist nur die Symptome. Wenn ein Tierarzt eine Magendarmgrippe diagnostiziert, so verschreibt er im Normalfall ein Antibiotikum sowie ein Anti-Durchfallmittel. Damit verschwinden die Beschwerden meistens sehr rasch. Der Haken aber ist: Die Medikamente der Schulmedizin können die Ursache einer Krankheit oft nicht beheben. Sie sind effiziente Waffen im Kampf gegen schwere Krankheiten, können aber gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen.
Es gilt also abzuwägen, wann das kranke Büsi eine schulmedizinische Behandlung nötig hat und wann es besser homöopathisch kuriert werden soll. Gemäss der Thurgauer Veterinärin und Homöopathin Martine Jonglez liegen die Stärken der Homöopathie sowohl in der Behandlung von chronischen Krankheiten (beispielsweise von Asthma oder Niereninsuffizenz) wie auch in der Heilung von akuten Beschwerden (Infektionen, Verletzungen etc.). So kann man seine Katze grundsätzlich bei fast allen Beschwerden homöopathisch kurieren – ausser sie leidet an akut lebensbedrohlichen Krankheiten und Verletzungen, hat einen chirurgischen Eingriff nötig – oder der Katzenhalter ist für eine homöopathische Behandlung zu ungeduldig. Diese kann sich nämlich bei hartnäckigen Fällen über Wochen und Monate in die Länge ziehen, bringt dafür aber auch meist nachhaltigen Heilungserfolg.
Vorsicht aber bei der Eigenmedikation und einem „Tierversuch“ mit dem eigenen Büsi! Martine Jonglez warnt davor, dass ein falsch gewähltes Mittel – entgegen der allgemeinen Meinung – durchaus auch Schaden anrichten kann. In akuten Situationen, in denen rasches Handeln erforderlich ist, dürfe man aber durchaus ein homöopathisches Mittel „ausprobieren“. Wirkt es rasch, dann ist gut. Hilft es nicht, empfiehlt es sich, baldmöglichst einen erfahrenen Tierhomöopathen aufzusuchen (siehe Box). Er wird in einer komplexen Analyse die Substanz suchen, die auf die Katze mit ihren spezifischen Beschwerden, Eigenarten und Verhaltensmustern am ehesten anspricht. Ob bei Mensch oder Tier: Es sind dieselben homöopathischen Mittel, die helfen, allerdings unterscheiden sich Anatomie, Physiologie und Pathologie eines Tieres von jener des Menschen; die Mittel werden dementsprechend anders ausgewählt. Deshalb ist es wichtig, dass sich ein Tierhomöopath in Tiermedizin, - Verhaltenspsycholgie und - Homoöpathie fundiert auskennt.
Bei einem seriösen Tierhomöopathen dauert eine erste Besprechung und die Anamnese (Erfassung des Krankheitsverlaufs) rund eine Stunde. Dabei beobachtet der Therapeut die Symptome und Verhaltensweisen des Tieres genau. Da er die Katze nicht nach ihrer Befindlichkeit und Vergangenheit befragen kann, dient ihm der Katzenhalter als wichtiger Informant. Dieser gibt detailliert Auskunft über Gewohnheiten des Tieres, über seinen Charakter und alles Auffallende, das im Zusammenhang mit der Erkrankung steht.
Box: Homöopathie – das können Sie tun
Selbstmedikationen auf akute und kurzfristige Beschwerden beschränken. Homöopathische Notfallapotheke benutzen und Gebrauchsanweisung strikte befolgen. Zur Not helfen auch homöpathische Komplexmittel aus der Apotheke. Schwerwiegende, lang andauernde und chronische Krankheiten unbedingt von einem Tierhomöopathen behandeln lassen! Adressen von kompetenten Tierhomöopathen sind hier erhältlich:
- Berufsverband der TierheilpraktikerInnen Schweiz (BTS), Tel. 071 931 60 13, www.tierheilpraktikerverband.ch
- Schule für klassische Naturheilkunde, Tel. 044 241 56 83, www.naturheilkunde.ch
- Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Akupunktur und Homöopathie (STVAH), Therapeutenliste unter www.stvah.ch abrufbar.





